Mittelsachsen rüstet für den Winter

Der erste Schnee kann kommen: Der Landkreis hat etwa 800.000 Euro in neue Technik für die Straßenmeistereien investiert.

Flöha.

Die Vorbereitungen auf den Winter verlaufen in den sechs Straßenmeistereien Mittelsachsens nach Plan. 8000 Tonnen Streusalz sind eingelagert und bis zu 32 Fahrzeuge stehen zur Verfügung - der Winter kann also kommen. Etwa 800.000 Euro hat der Landkreis in neue Technik für die Straßenmeistereien investiert.

"Eine Prognose, wie der Winter wird, können wir nicht liefern", heißt es aus dem Landratsamt. Daher könne man noch nicht abschätzen, wie viel Arbeit in diesem Jahr auf den Winterdienst zukommt. Langweilig wird es für die Mitarbeiter nicht: "Auch bei Sonnenschein bleiben die Fahrzeuge nicht in den Meistereien stehen. Es finden Kontrollfahrten statt, besonders in den Morgenstunden ist es häufig glatt", erklärt Peggy Hähnel, Pressesprecherin des Landratsamtes. Insgesamt seien 1620 Straßenkilometer vom Landkreis zu bewirtschaften.

Bis zu 32 Fahrzeuge stehen für den Winterdienst zur Verfügung, 24 weitere stellen bei Bedarf Unternehmen bereit, die den Landkreis unterstützen. Da ein altes Fahrzeug des Winterdienstes ausgemustert wurde, hat der Kreis 230.000 Euro in ein neues investiert. Zudem kann ein neuer Streuer, der 37.000 Euro gekostet hat, in Betrieb genommen werden. Wie das Landratsamt weiter mitteilt, ist die Technik derzeit noch nicht verfügbar, soll aber rechtzeitig ankommen. Weitere 533.000 Euro habe man in Mähgeräte, Radlader und Anhänger investiert. Die Kosten dafür tragen neben dem Landkreis auch der Bund und die Länder, da schließlich Bundes-, Staats- und Kreisstraßen damit bewirtschaftet werden.

Die Meistereien befinden sich in Döbeln, Rochlitz, Mühlau, Hainichen, Freiberg und Brand-Erbisdorf. In den Meistereien und den beiden Außenlagern in Naußlitz sowie Clausnitz sind 8000 Tonnen Streusalz eingelagert. "Bei Bedarf können bis zu 10.000 Tonnen gefordert werden", erklärt Peggy Hähnel weiter.

"In der vergangenen Saison haben wir nur 4000 Tonnen gebraucht, aber wir setzen hier auf unsere langjährigen Mittelwerte für die Salzbestellung", fügt Dirk Schlimper, Leiter des Referates Straßenbetriebsdienst und Bauwerksverwaltung, an. Im Oktober und November werden an Abschnitten, die besonders von Schneeverwehungen betroffen sind, Schneezäune in insgesamt 60 Kilometern Länge aufgestellt. Schneestangen sollen gesetzt werden, um den Straßenverlauf bei hohen Schneeverwehungen, besonders in höheren Lagen, anzuzeigen, erklärt Schlimper. Weiterhin sollen 45 mit Splitt gefüllte Streukästen in Kurven oder an gefährlichen Steigungen bereitgestellt werden.

"Die Technik ist über den Sommer gewartet worden, Verträge mit den Fremdfirmen sind abgeschlossen und die Routen festgelegt", heißt es abschließend.

00 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.