"Morgens, mittags, abends Bahnfahren"

Volontärin Eva-Maria Gey und Praktikantin Carolin Lange arbeiten derzeit in der Lokalredaktion der "Freien Presse" in Freiberg. Beide kommen jeden Morgen mit dem Zug zur Arbeit: Eva-Maria Gey aus Chemnitz, Carolin Lange aus Dresden. In der Serie "Nächster Halt" stellen sie Reisende vor, denen sie auf dem Arbeitsweg nach Freiberg oder auf ihrem Heimweg begegnen. Heute: ein leidenschaftlicher Bahnfahrer.

Mit der Bahn nach Dresden fahren, um Triebfahrzeugführer zu werden - In Lukas‘ Alltag dreht sich vieles um Züge. Seit zwei Monaten fährt er jeden Morgen unter der Woche nach Dresden und nachmittags zurück nach Chemnitz. In Dresden absolviert er gerade eine Umschulung zum Triebfahrzeugführer. Er nimmt Bahnfahren aktuell anders wahr als vor der Pandemie: "Man versucht, aufeinander Rücksicht zu nehmen", sagt er, "aber auf engem Raum Abstand zu halten, ist schwieriger." Er kritisiert, dass sich nicht alle Mitfahrenden in den Bahnen an die Hygienevorschriften halten. Einige tragen keinen Mund-Nasen-Schutz, sagt Lukas, und würden nicht aufgefordert, einen zu tragen. "Das sollte man schon einheitlich machen, sonst bringt das nichts", sagt er. Aktuell ist Bahnfahren nicht so angenehm wie sonst, findet er. Nicht nur in der Bahn, sondern auch während der Umschulung trägt er ständig eine Maske. "Aber diese Einschränkung nehme ich gern in Kauf."emg

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