Mundartwort wird später bekanntgegeben

Corona: Festliche Kür des Lieblingsbegriffes fällt in diesem Jahr aus

Stollberg.

Nun vermiest das kleine, böse Corona-Virus auch noch die Kür des Erzgebirgischen Mundartwortes 2020. Zunächst sollte die traditionelle Festveranstaltung des Erzgebirgsvereins am Sonntag im Volkshaus Thum wieder in einem vollem Saal über die Bühne gehen. Mit den ersten verschärften Corona-Auflagen entschlossen sich die Veranstalter schon im Oktober, das Bühnenprogramm ohne Publikum aufzuzeichnen und es per Video den vielen Fans der erzgebirgischen Mundart zugänglich zu machen. "Doch nun haben wir schweren Herzens auf die Bremse treten müssen", teilt Carmen Krüger mit. "Die neuen Auflagen lassen uns einfach keine Wahl", so die Kulturmanagerin des Erzgebirgsvereins. In den vergangenen Tagen habe es zwar noch viele Gespräche gegeben, etwa mit den Mundartkünstlern Robby Schubert und Hendrik Seibt, um die Veranstaltung in einer abgespeckter Form doch noch zu retten. "Doch wenn wir lediglich das neue Mundartwort verkünden ohne das Kulturelle drumherum, würde doch die ganze Aktion verpuffen", denkt sie an die auch vom MDR aufgezeichneten Abschlussveranstaltungen seit 2017.

"Die Abschlussveranstaltung ist eine außerordentlich gute Möglichkeit, sich zu präsentieren", sagt Krüger. Vor allem auch für den Mundart-Nachwuchs wie die Jungstruppe De Pascher aus Marienberg oder die Fünkeln aus Zwönitz. "Statt jetzt halbe Sachen zu machen, werden wir die Veranstaltung lieber ins neue Jahr verschieben", teilt Carmen Krüger mit.

Dadurch hätte vielleicht auch Hendrik Seibt noch etwas Zeit, um die einen oder anderen der knapp 100 zugesandten Reime auf erzgebirgische Lieblingsorte für den neuen Erzgebirgshit fit zu bekommen. Und auch Robby Schubert kann jetzt noch feilen: an seiner kleinen, humorvollen Geschichte aus den zehn Finalisten des Mundartwettbewerbes. Denn die Verkündung des Siegerwortes vom Erzgebirgischen Mundartwettbewerb 2020 soll wieder der Höhepunkt der Festveranstaltung sein. (alu)

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