Musik verbindet und macht Mut

Freiberg.

Heidi Hinkel (Foto) ist schon eine ganze Weile in Rente, in eine Auszeit hat sie jetzt aber tatsächlich die Corona-Pandemie versetzt. Denn die Legende des Freiberger Karneval ist auch nach offiziellem Abschluss des Berufslebens so agil wie eh und je. Von daher ist die 75-Jährige nicht gerade glücklich über die Einschränkungen, doch seien die nun mal nötig. Aber Heidi Hinkel ist eine Optimistin. Als Leiterin des Chores Hinkel Singers und bei anderen Gelegenheiten ist sie der Musik fest verbunden. Und deshalb war sie am Sonntag mit dabei, als über das Internet gemeinsam gespielt wurde. "Auf Anregung des Bergmusikkorps gab es um 18 Uhr das erste Musizieren als kleines Dankeschön für alle, die gegenwärtig Übermenschliches leisten, aber auch, um Mut zu machen und ein Zusammengehörigkeitsgefühl, trotz der Reduzierung sozialer Kontakte, zu vermitteln", sagt Heidi Hinkel. "Ich war dabei und habe auf meinem Balkon fleißig 'Glück auf', unsere Freiberger Hymne, auf dem Akkordeon gespielt und auch Aufmerksamkeit bekommen." Sie wünscht sich nun, dass dies regelmäßig wiederholt wird, entweder täglich oder an bestimmten Tagen und zu festen Uhrzeiten. Auch die Schwibbogen-Aktion im Erzgebirge findet Hinkel großartig. Ihrer Meinung nach sollten alle die Bögen wieder in die Fenster stellen und am Abend die Lichter einschalten. "Um durch dieses Licht Mut und Zuversicht zu vermitteln", ruft sie auf. (wjo)


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