Nach Kritik: Brunnen bleibt am Busbahnhof

Entgegen ursprünglicher Pläne wird nun das Wasserspiel saniert

Chemnitz.

Die vielen Wortmeldungen und Kritiken haben offenbar Wirkung gezeigt: Das Rathaus Chemnitz hat seine ursprünglichen Pläne für den Klapperbrunnen am Busbahnhof überdacht. Am Freitag teilte die Stadtverwaltung mit, dass das Wasserspiel am Brühl an seinem derzeitigen Standort bleiben wird.

Ende Juli hatte das Rathaus angekündigt, den Brunnen abbauen und einlagern zu lassen. Als Grund wurde ein Defekt der Anlage angegeben, die leer gelaufen war. Eine Reparatur komme aus Kostengründen nicht infrage, hieß es damals. Auf der Facebook-Seite der "Freien Presse" und in Leserbriefen äußerten viele Chemnitzer ihr Unverständnis für diese Entscheidung und plädierten für den Erhalt des Brunnens - oder einen Wiederaufbau auf dem Markt.

Nun also die Rolle rückwärts. Laut Stadtverwaltung bereitet ein Gutachter die Restaurierung des 1968 erbauten Wasserspiels vor. Wie hoch die Kosten dafür sind und wann mit den Arbeiten begonnen wird, ließe sich noch nicht sagen.

Seinen Namen verdankt der Klapperbrunnen einer speziellen Konstruktion: Das Wasser fließt von oben auf große Schalen, die umkippen und sich mit klapperndem Geräusch wieder entleeren. Johannes Belz, von dem der Brunnen stammt, orientierte sich am Verhalten von Pflanzen bei Regen. Der anfangs umstrittene Klapperbrunnen soll eine stark abstrahierte Pflanze darstellen.

Die Witwe des Künstlers, Sonja Belz, hatte sich für den Erhalt am derzeitigen Standort eingesetzt. "Dass er nun doch bleibt, ist sehr erfreulich", sagte Belz am Freitag und ergänzte: "Nach den vielen Wortmeldungen konnte sich die Stadt den Abbau ja gar nicht mehr erlauben." Dass sich so viele Bürger für das Wasserspiel aussprachen, habe sie nicht erwartet, sagte Belz. "Das hat mich schon überrascht." (lumm)

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