"Nachtreten der CDU in Mittelsachsen unangebracht"

Grünen-Kreisrat Sebastian Walther kritisiert Reaktion auf Merkels Rückzug

Freiberg.

Die Ankündigung von Angela Merkel, im Dezember den Parteivorsitz in der CDU abzugeben und 2021 nicht wieder als Kanzlerkandidatin anzutreten, hat Kreisrat Sebastian Walter (Grüne) als Schritt bezeichnet, "selbstbestimmt den Übergang einzuleiten". Das gelinge den wenigsten Amtsinhabern in der Politik. Der Niederwiesaer weiter: "Dieses Nachtreten, wie wir es jetzt in der CDU Mittelsachsen erleben, ist völlig unangebracht. Es ist auch dieser fehlende Stil in der politischen Auseinandersetzung, der in unserer Region immer mehr Menschen von der Politik wegtreibt." Er verweist auf die Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann ("Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen") und Leubsdorfs Ex-Bürgermeister Ralf Börner ("Der Fisch fängt immer am Kopf an zu stinken").

Indes legen Freiberger CDU-Politiker nach. Holger Reuter: "Jetzt wird hoffentlich der Weg frei für Reformen, die die CDU wieder zur Volkspartei werden lassen." Der Stadtverbandschef spricht sich für Friedrich Merz als CDU-Chef aus: "Mitunter hatte man das Gefühl, dass unsere Partei von Angela Merkel nach dem Bilde der alten SED geformt wurde." Kreistagsfraktionschef Jörg Woidniok fordert einen früheren Rückzug Angela Merkels als Kanzlerin.jan

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