Naturmarkt lockt 1000 Gäste

Rege war am Wochenende der Zuspruch in Augustusburg. Rund ums Stadthaus boten Händler ihre Waren an.

Augustusburg.

Etwa 1000 Besucher hatten das wunderschöne Wetter genutzt und sich auf den Weg in die Altstadt von Augustusburg gemacht. Durch das Hygienekonzept wurden die Besucher an den drei Eingängen zum Veranstaltungsgelände gezählt, weil maximal 440 Personen zeitgleich auf dem Areal zugelassen waren. "Das Konzept hat wunderbar funktioniert. Die Leute hatten Verständnis dafür, dass wir ihre Daten aufschreiben mussten", berichtet Sabine May von der Tourist-Information.

Rund um das Stadthaus boten Händler ihre Naturwaren an. Es gab Wollprodukte, Felle, Honig, Öle sowie Schnitz- und Bastelartikel. Steffen Schröter, der bis 2005 ein Keramikatelier in der alten Apotheke in der Altstadt betrieben hatte und nun in Lichtenwalde ein Atelier betreibt, bot Keramik an. In unmittelbarer Nähe hatten Manuela May und Sabine Strohbach vom Ferienhof in Falkenau einen großen Wagen mit prächtigen Kürbissen und erntefrischen Kartoffeln aufgebaut. "In diesem Jahr war unsere Kürbisernte nicht ganz so groß, weil wir zum ersten Mal direkt in den Boden gepflanzt haben. Sonst wurden die Kürbisse in den Jahren zuvor immer in mühevoller Handarbeit vorgezogen", so Werner Vogel, der mit seinem Traktor die XXL-Früchte auf den Schellenberg gefahren hatte. Mit seinem Akkordeon sorgte er am Sonntag für Unterhaltung. Besondere Heukissen gab es am Stand von Eberhard Meyerhoff. Der Gärtner des Anna-Gartens bot große und kleine mit getrocknetem Heu und Kräutern aus dem Garten an, die bei vielen Allergien helfen sollen.

Der Residenzkünstler Georg Scherlin bot den Besuchern des Naturmarkts selbstgemachte Pilznockerln an. Die Pilze für das Gericht hatte er in den letzten Wochen selbst gezogen - auf Wassergetränkten Büchern, die er vor einiger Zeit für diese Aktion von Augustusburger Bewohnern gespendet bekommen hatte. "Pilznockerln schmecken ganz lecker", verriet eine Besucherin. Ralph Stimpel zeigte auf dem Platz hinter dem Stadthaus seine Papier-Falt-Kunst. "Bis zu 40 Stunden brauche ich, um einzelne Figuren zu fertigen", sagte der Faltkunst-Experte. Dabei werden, je nach Muster, bis zu 2500 gefaltete Papierstücke zusammengesetzt. Die hauptsächlich aus Tiermotiven bestehenden Stücke kamen bei Kindern besonders gut an.

Anklang gab es im Kräutergarten, als Kurfürstin Anna "persönlich" dort Gäste begrüßte. Sie berichtete vom früheren Hofleben und bot Besuchern Kurzweil. So erfuhren die Gäste des Naturmarkts, dass in früheren Jahrhunderten ausgerechnet die Heilige Corona oftmals als Schutzpatronin für Pest oder Seuchen um Hilfe gebeten wurde. Als Universalmedizin riet sie ihren jetzigen "Untertanen" Folgendes: "Viel Bewegung an der frischen Luft, im ´Heute` leben, gesunde Ernährung und häufiges Singen - wenn auch aktuell nicht in Gruppen." www.freiepr esse.de/naturmarkt20

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