Neue Anlage fängt wieder die Sonne ein

Im Oederaner Freibad werden die Solarmodule ausgetauscht. Doch die Stadt lässt noch mehr modernisieren.

Oederan.

Fast alle neuen Solarmodula auf dem Sozialtrakt des Erlebnisbades Oederan sind bereits installiert. Die Arbeiten sollen noch in dieser Woche fertig werden. Dann gibt es auf knapp 500 Quadratmetern neue umweltfreundliche Technik. Der Austausch war nötig, weil die 1994 errichtete Solaranlage technisch verschlissen und ab 2019 nicht mehr in Betrieb war.

Die Arbeiten hatten am 16. September unter außergewöhnlichen Bedingungen begonnen. Denn die Mitarbeiter der österreichischen Fachfirma AST Eis- und Solartechnik GmbH mussten sich zunächst einem Coronatest unterziehen. "Erst als der negative Bescheid da war, durften wir von Reutte in Tirol nach Oederan fahren", sagt Mitarbeiter Klaus Wolf. Doch in Sachsen wartete noch eine bürokratische Hürde. Da der 18. November ein gesetzlicher Feiertag ist, musste ein extra Antrag auf Arbeitserlaubnis für die Baustelle gestellt werden. "Das war sehr wichtig, denn für uns zählt jeder Tag. Durch die Corona-Entwicklung sowie das teilweise schlechte Wetter in den vergangenen Wochen ist unser ursprünglicher Zeitplan ins Wanken gekommen", begründet Marco Metzler von der Oederaner Stadtverwaltung. Denn nicht nur die Solaranlage wird erneuert. Die Stadt entschloss sich nach 25 Jahren Badbetrieb im vergangenen Jahr dafür, unter anderem auch Teile der Schwimmbadtechnik zu ersetzen. So wird auch die Mess- und Regeltechnik erneuert, der Chlorgasraum modernisiert und eine Edelstahlwand im Erlebnisbecken ausgetauscht. Derzeit arbeitet die Oederaner Firma Weigand zudem an der Erneuerung des Zaunes, der den Fußball- und Volleyballplatz abgrenzt. Die Gesamtkosten der Sanierungsarbeiten im Erlebnisbad Oederan belaufen sich auf rund 336.000 Euro.

Die Stadtverwaltung war zuvor bei der Suche nach einem geeignetem Fördermittelprogramm fündig geworden. "Im Februar 2020 ging ein entsprechender Zuwendungsbescheid mit einem Fördersatz von 75 Prozent ein. Damit können wir mit einer maximal Unterstützung in Höhe von 252.000 rechnen", erklärt Metzler.

In Spitzenzeiten haben bis zu 90.000 Menschen pro Saison die Freizeiteinrichtung besucht. In den vergangenen Jahren waren es je nach Witterung 25.000 bis 45.000 Personen. In diesem von der Corona-Pandemie geprägtem Jahr wurden knapp 21.000 Gäste gezählt.

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