Neuer Blitzer: Dreimal kostet er den Führerschein

Radarfalle in Lichtenwalde löst im ersten Monat 449-mal aus

Lichtenwalde.

Die erste Bilanz des neuen Blitzers an der Niederwiesaer Straße in Lichtenwalde liegt vor. Das Landratsamt hat sich mit der Auswertung viel Zeit genommen - im Gegensatz zu manchem Autofahrer, der auf der 300 Meter langen Ortsdurchfahrt nicht abbremst. Den traurigen Rekord hält im ersten Monat ein Verkehrsteilnehmer, der mit gut 100 Kilometer pro Stunde geblitzt wurde - abzüglich Toleranzbereich.

449-mal löste der stationäre Blitzer im Zeitraum vom 10. Oktober bis 10. November aus - gemessen wird in beide Fahrtrichtungen. In Richtung Niederwiesa habe es 273 und in Richtung B 169/Autobahn 176 Überschreitungen gegeben, heißt es in der Antwort aus Freiberg auf die Fragen der "Freien Presse". Es seien 429 Verwarnungen ausgesprochen und 20 Bußgelder verhängt worden. Drei Kraftfahrer kostete der Bußgeldbescheid den Führerschein.

Der graue Kasten sorgt in Lichtenwalde derweil für Diskussion. Dem Amt wird Abzocke vorgeworfen. Kritiker bezweifeln, dass diese Radarfalle Motorradfahrer wirklich abschreckt, die den Bereich als Rennstrecke nutzen würden. Die Kreisverwaltung begründet den Bau des Blitzers damit, einen Unfallschwerpunkt entschärfen zu wollen. Häufigste Unfallursache sei überhöhte Geschwindigkeit gewesen, heißt es. Das bestätigte auch die Polizei.

Stationäre Blitzer des Landkreises Mittelsachsen gibt es in Burgstädt, Mittweidaer Straße (an der Förderschule, beide Fahrtrichtungen), in Flöha, Augustusburger Straße/in Höhe Haus Nr. 101 (in Richtung Augustusburg), in Memmendorf an der Bundesstraße 173 (in Richtung Chemnitz), in Schlegel an der B 169 (beide Fahrtrichtungen), in Lichtenwalde (beide Fahrtrichtungen), in Greifendorf an der B 169 (beide Fahrtrichtungen) sowie in Leisnig, Colditzer Straße, Höhe Helios-Klinikum (stadteinwärts).

2Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 1
    0
    j35r99
    07.12.2019

    "Die Kreisverwaltung begründet den Bau des Blitzers damit, einen Unfallschwerpunkt entschärfen zu wollen.Häufigste Unfallursache sei überhöhte Geschwindigkeit gewesen, heißt es. Das bestätigt auch die Polizei".
    Erst mal vorab: Ich bin auch für Geschwindigkeitsmessungen, aber für solche, die einen verkehrserzieherischen Nutzen haben.
    Wieviel Unfälle gab es denn an dieser Stelle?
    FP, um der Wahrheit Willen, hier mal bitte in die Verkehrsunfallstatistik schauen und die Zahlen veröffentlichen. Dann kann sich jeder seine Meinung bilden.

  • 1
    1
    Haga
    06.12.2019

    Früher wurde Silber abgebaut.
    Jetzt werden überall "Goldgruben" erschlossen.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...