Neues Projekt für spannenden Unterricht

Architektur macht Schule heißt das neue Kooperationsprojekt der Leader- Region Flöha-Zschopautal, bei dem drei Schulen aus der Region dabei sind.

Flöha.

Baukultur und Jugendliche? Hat so viel miteinander zu tun wie Diaabend und Instagram. Damit das nicht so bleibt, arbeiten der Verein zur Entwicklung der Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal und die Stiftung sächsischer Architekten zusammen und wollen Schüler zwischen 14 und 18 Jahren für Baukultur begeistern. "Es geht uns um eine Sensibilisierung der Jugendlichen für die Themen Stadtentwicklung und ländliches Bauen", erläuterte Andrea Pötzscher, Regionalmanagerin des Vereins. "Unser Ziel ist es, dass Schüler ein besseres Verständnis für gebaute Räume, Stadt- und Freiräume bekommen. Wir hoffen, dass wir so auch das Interesse an Berufen im Bereich Bauwesen wecken können."

Je Leader-Region beteiligen sich drei Schulen an dem Projekt, für das Flöha- und Zschopautal sind dies im Auftaktjahr: das Samuel-von-Pufendorf-Gymnasium Flöha, das Martin-Luther-Gymnasium in Frankenberg und die Heinrich-von-Trebra-Oberschule Marienberg. "Unser Vorhaben ist auf drei Jahre angelegt. Folglich können wir insgesamt neun Schulen bedenken", erklärt Andrea Pötzscher. Insgesamt kostet das Projekt 150.000 Euro, davon 80 Prozent durch Leader gefördert. Der Rest kommt aus den Regionen selbst.

Und so geht das Projekt über die Bühne: Die Stiftung sächsischer Architekten bittet die Klassen zunächst zu einer Auftaktveranstaltung und stellt den Schülern im Rahmen eines Bildungsausfluges ihren Beruf vor. Später kommen Architekten in jede Schule und realisieren gemeinsam mit den Jugendlichen diverse Projekte. "Das kann die Neugestaltung der Schulaußenanlage sein. Oder es werden neue Nutzungsideen für eine nahe Industriebrache entwickelt, oder die Klassen bauen Parkbankmodelle", erläutert Andrea Pötzscher. Die Arbeiten hinter den Kulissen eines Bauernhofs sind ebenso potenzielles Thema wie die Besiedlung Mitteldeutschlands oder die Gestaltung eines Dorfgemeinschaftsplatzes. "Im Rahmen der Projektarbeit können die Lernhinhalte von Fächern wie Geschichte, Kunst, Deutsch, Biologie, Mathematik, Physik oder Soziologie bereichert werden", sagt die Regionalmanagerin. "So verdeutlichen sie den ganzheitlichen Stellenwert von Architektur für die Gesellschaft als Lebensraum und Ort der Begegnung."

In den mitwirkenden Schulen entstehen in der Folge des Projektes kleine Ausstellungen, die dann zu einer großen Schau zusammenwachsen. Bei einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung mit allen Bildungseinrichtungen können die Schüler ihre Projekte vorstellen. Eine Wanderausstellung ermöglicht Besuchern Einblicke. Die Stiftung wiederum erstellt zum Schluss eine Dokumentation zur Aktion. Eine gedruckte Version kommt in die beteiligten Klassen, eine digitale landet im Internet.

Das Beste kommt zum Schluss: Für die Schulen ist die Teilnahme kostenfrei. Alle Aufwendungen für das Projekt werden übernommen, darunter Reisekosten, Architektenhonorare und die besagte Broschüre.

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