"Nicht nur meckern, sondern selbst mit anpacken"

Ortsvorsteher Thomas Leiter aus Hennersdorf ist Unternehmer und hat eigentlich genug zu tun, aber er will seine Erfahrung einbringen

Hennersdorf.

Zur Kommunalwahl in Sachsen werden am 26. Mai auch die Ortschaftsräte gewählt. Die "Freie Presse" stellt die Ortsvorsteher und deren Arbeit vor. Heute: Thomas Leiter, Hennersdorf.

Ich bin Ortsvorsteherin, weil ...

... ich zuerst einmal in diese Funktion gewählt worden bin. Ich bin seit 1989 ehrenamtlich in der Kommunalpolitik tätig und bringe gern meine Erfahrungen ein. Mein Motto dabei ist: Nicht nur meckern, sondern auch selbst mit anpacken.

Ohne einen Ortschaftsrat würde Bürgermeister Dirk Neubauer nicht ...

... immer eine direkten Ansprechpartner im Ort haben.

Dem Ortschaftsrat ist es im vergangenen Jahr gelungen ...

... mehrere Bürgerprojekte zu unterstützen. Immerhin konnten drei Vorhaben aus Hennersdorf mit der Abstimmung im Stadtrat finanziell unterstützt werden. Vor allem die Chronik zur Schulgeschichte hätte es ohne diese Unterstützung nicht gegeben. Weiterhin wurden im vorigen Jahr dringende Reparaturmaßnahmen an der Turnhalle ausgeführt. Auch dafür hatten wir uns immer bei der Stadt eingesetzt.

Unsere größte Baustelle ist ...

... die marode Schönthalbrücke. Die Brücke ist einzige Zufahrt zu einem wichtigen Unternehmen. Sorgen bereitet uns auch die alte Brückenschenke, die immer mehr verfällt, und unser Dauerbrenner ist die kaputte Zschopauer Straße. Die liegt in der Verantwortung des Landkreises Mittelsachsen. Hier ist jahrzehntelang nichts passiert. mbe


Zur Person

Ortsvorsteher ist Thomas Leiter seit 2006. Der Ortschaftsrat von Hennersdorf hat aktuell sechs Mitglieder. Zur Wahl im Mai wird Thomas Leiter wieder antreten: "Ich habe ja gesagt."

Der Unternehmer ist 61 Jahre alt und geschieden. Er führt ein Fuhrunternehmen und Baustoffhandel in Hennersdorf.

Auf die Frage nach dem Lieblingsplatz sagt Thomas Leiter zunächst nur: viele. Manchmal, so sagt er, vergisst man, wie schön es in Hennersdorf eigentlich ist. Die Lage des Ortes sei einmalig, und wenn er von Kunnersdorf aus über die Kuppe gefahren komme und die Holzbrücke im Blickfeld auftauche, wisse er: "Jetzt bin ich zu Hause." (mbe)

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