Nussknacker geht jetzt unter die Helfer

Reisemaskottchen Wilhelm sah seit 2016 mehr als 20 Länder

Seiffen.

Seit zwei Jahren reist ein Nussknacker aus dem Erzgebirge durch die Welt - stets im Gepäck von Menschen, denen Erschaffer Markus Füchtner aus Seiffen seinen Liebling anvertraut. Wilhelm heißt die Holzfigur (Foto), und sie hat schon einiges gesehen: das Nordkap etwa, Südamerika, die Südsee, Israel, beinahe ganz Europa, die Olympischen Spiele in Südkorea und die USA.

In dieser Woche reiste Wilhelm erstmals nach Afrika: nach Uganda. Die erzgebirgische Miniatur fliegt mit dem Amali-Verein aus Grünbach im Vogtland in die Kitokolo-Region. Dort leistet die Interessengemeinschaft Entwicklungshilfe, indem ihre Mitglieder unter anderem Bildungseinrichtungen bauen. Sven Kummer vom Verein hat im Vorjahr zu Weihnachten die Füchtner-Manufaktur, Wilhelms Geburtshaus, besucht. Er fand, mit dem kleinen Nussknacker könnte er den Menschen vor Ort in Afrika berichten, wie im Erzgebirge Weihnachten gefeiert wird.

Mit der Idee rannte er bei den Schöpfern der Figur, Ronny Hoyer und Markus Füchtner, offene Türen ein. Schließlich ist der Nussknacker bisher nie in Afrika gewesen. Eine weitere Premiere findet sich in einer Spendenaktion wieder, die mit dieser Reise gekoppelt ist. "Unser Wilhelm soll nicht nur reisen, sondern etwas reißen", erklärt Hoyer. Mit Markus Füchtner hofft er auf viele Spenden zugunsten der Arbeiten des Amali-Vereins in Uganda. "Damit würde Wilhelm etwas Gutes tun und Menschen helfen", so Füchtner. Die Aktion läuft unter dem Titel "Wilhelf". Dass dem ersten Spendenaufruf weitere folgen, schließen beide nicht aus.

Spenden Amali-Verein, Konto: 3608001700, Bankleitzahl: 87058000 bei der Sparkasse Vogtland, Verwendungszweck: Wilhelf.

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