Oederan und seine Baustellen: Viel geschafft und noch viel zu tun

So viele Bauprojekte wie selten zuvor geht die Stadt Oederan in diesem Jahr an. Die Anwohner von zwei berühmten Huckelpisten müssen aber noch ein wenig Geduld haben, bis alles fertig saniert ist.

Ein tiefes Loch klafft derzeit neben der Kindertagesstätte "Kitz", wo bis zum kommenden Jahr ein Anbau entsteht.
Die Fahrbahn der Augustusburger Straße in Breitenau steht kurz vor Fertigstellung. Baggerfahrer Christian Fritzsch und Tobias Siegel von der Verkehrsbau Chemnitz GmbH bereiten die Baustelle für das Aufbringen der Asphaltschichten vor.

Von Thomas Reibetanz

Wenn ein Bauvorhaben planmäßig vorankommt, dann gilt das in Zeiten überregionaler Meldungen von einem Berliner Flughafen, der gar nicht fertig zu werden scheint, oder einem Hamburger Konzerthaus, das um ein Vielfaches teurer wurde als geplant, vielen schon als Erfolgsgeschichte. In Oederan wird derzeit eine solche Erfolgsgeschichte geschrieben, denn die Sanierung einer wichtigen Verbindungsstraße geht wie geplant voran. Und auch an anderen Stellen haben Stadt, Landkreis oder Bund in diesem Sommer ganze Arbeit geleistet.

"Freie Presse" beschreibt die wichtigsten Projekte des Jahres 2018:

Kreisstraße in Breitenau: Als "unendliche Geschichte" bezeichnete Ortsvorsteher Hanns-Joachim Beer einst den Kampf um die Erneuerung der maroden Straße durch den Ortsteil Oederans. Nachdem 2014 der erste Teil neu ausgebaut wurde, dauerte es bis zum Anfang dieses Jahres, ehe ein weiterer Abschnitt in Angriff genommen werden konnte. Dort, zwischen der Langen Straße in Oederan und dem Eselsweg in Breitenau, geht es jetzt aber zügig voran. In die Kosten für den umfassenden Ausbau teilen sich der Landkreis als zuständige Behörde, die Stadt als Bauherr des Fußweges sowie der Abwasserzweckverband und der Energieversorger als Betreiber der unterirdischen Leitungen. Insgesamt kostet der Ausbau der Kreisstraße rund 1,3 Millionen Euro, zu 85 Prozent gefördert mit Bundes- und Landesmitteln.

"Beim aktuellen Abschnitt liegen wir im Zeitplan", kündigt Oederans Bauamtsleiterin Petra Wolf an. "Ab der kommenden Woche werden die Asphaltschichten aufgetragen." Dafür wird die Straße ab Freitag und bis zum 21. September auch für den Anliegerverkehr voll gesperrt. "Wir bitten um Verständnis der Anwohner, die schon bisher sehr gut mit unseren Baufirmen kooperiert haben", sagt Wolf.

Liegt der neue Asphalt auf der Straße, wird sie allerdings noch nicht freigegeben. Bis Ende Oktober - so der Plan - sollen dann noch die neuen Gehwege fertig gebaut werden. "Und wenn es das Wetter zulässt, starten wir anschließend direkt mit dem letzten Bauabschnitt zwischen Eselsweg und dem Abzweig Grüne Aue", sagt Joachim Rupf vom Landratsamt Mittelsachsen, der sich gemeinsam mit Stadt und Baufirma gestern ein Bild von der Baustelle machte. "Falls über die Wintermonate nicht gebaut werden kann, wird die Straße so hergerichtet, dass der Verkehr erst einmal rollen kann", sagt Rupf. Der letzte, reichlich 500 Meter lange Abschnitt soll dann Ende Oktober nächsten Jahres fertig sein.

Große Kirchgasse/Altmarkt: Die Kreisstraße mit historischem Pflaster wurde mit Asphaltflecken notdürftig begradigt, mit Hilfe der TU Dresden wollte der Landkreis eine Lösung finden, wie denkmalgerecht saniert werden kann. Wie André Kaiser, Pressesprecher des Landratsamtes, nun auf Anfrage erklärt, "ist die Sanierung der Straße in Abhängigkeit der laufenden Maßnahme in Oederan für 2019 geplant".

Hochwasserschutz: In zahlreichen Ortsteilen hat die Stadt in diesem Jahr Durchlässe unter den Straßen erneuert oder Bachläufe umverlegt, um den Hochwasserschutz zu verbessern. Aktuell werden zwei solche Bauvorhaben in Memmendorf fertiggestellt. "Zeitweise hatten wir in diesem Jahr neun kleinere und größere Baumaßnahmen parallel laufen", sagt Helmut Loose aus dem Oederaner Bauamt. "Da hat uns das gute Wetter in die Karten gespielt."

Hainichener Straße: Die Sanierung des Teilstückes zwischen Ortsausgang und "Räuberschänke" durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr ist abgeschlossen, einen Abzweig nach Memmendorf hat zudem die Stadt saniert. Der innerstädtische Teil der Hainichener Straße soll folgen. "Hier bedarf es aber einer größeren Planung, denn unterirdisch sollen zahlreiche Leitungen erneuert werden", sagt Bauamtsleiterin Petra Wolf.

Anbau Kita "Kitz": Eines der wichtigsten Hochbauprojekte dieses Jahres ist der Anbau an der Kindertagesstätte "Kitz". Hier staunen die Kinder derzeit über eine riesige Baugrube neben ihrem Haus. Dort entsteht mit Fördergeldern des Kreises für insgesamt 770.000 Euro ein Anbau, der ab 2019 Platz für 50 Hortkinder bieten soll.

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