Pläne für Supermarkt stoßen auf Ablehnung

Rathaus Niederwiesa wehrt sich gegen Vorwürfe des privaten Investors

Niederwiesa.

Die Aussagen des privaten Investors Uwe Kriegsmann, der im Niederwiesaer Gewerbegebiet eine weitere Halle bauen möchte, sorgen für Irritationen im Rathaus. "Dass der Bau noch nicht begonnen werden konnte, liegt mit ganz großer Sicherheit nicht an der Gemeindeverwaltung von Niederwiesa und auch nicht am Gemeinderat", betont Bürgermeister Raik Schubert. Die Bauvorlage für das geplante Vorhaben sei am 12. Oktober bei der Gemeindeverwaltung in Niederwiesa eingegangen. Im Hauptausschuss der Gemeinde sei dieser Antrag am 9. November beraten und positiv beschieden worden. "Eine viel kürzere Bearbeitungszeit ist hier wohl kaum annehmbar", sagt Schubert. Für Unverständnis sorgt zudem die Ankündigung einer zweiten Zufahrt. Die sei dem im Rathaus vorliegenden Lageplan nicht zu entnehmen. "Hier ist die Zufahrt durch die bereits vorhandene Einfahrt über die Dresdner Straße geplant", sagt Schubert.

Der stellvertretende Bürgermeister Gerd Zimmermann (BI) erteilt auch der Ansiedlung eines Supermarktes erneut eine Absage: "Dies war in der Vergangenheit mit dem Gemeinderat nicht zu machen und ich sehe auch derzeit keine Mehrheit für eine Zustimmung des Gemeinderates für solch ein Projekt außerhalb des Ortskerns." Bei einer Ansiedlung an der Peripherie von Niederwiesa, mit einer Kerngemeinde von rund 3000 Einwohnern, hätte eine solche nach Einschätzung von Zimmermann zwangsweise ein Ladensterben im Ortskern zur Folge. "Das kann nicht im Interesse der Bürger von Niederwiesa liegen. Auch die Braunsdorfer Bürger, die mit dem Zug den Edeka-Markt im Ortskern bequem erreichen können, nützt kein Supermarkt am Ortsrand von Flöha", sagt Zimmermann. "Es ist ein vergeblicher Versuch, einen Spaltkeil zwischen die Verwaltung und den Rat zu treiben." Beide würden mittlerweile gut zusammenarbeiten.

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22 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    1
    Lisa13
    05.12.2020

    Was sind das für verknöcherte alte Herren , dieser Gemeinderat ..oder bekommen Sie dies und das vom Edeka Besitzer mal so zugesteckt ....Ladensterben im Ortskern ...was für Läden ????????Ein neuer Markt hier gleich an der B173 wäre sehr zu befürworten,

  • 7
    1
    karstenp
    04.12.2020

    Da die Bürger welche den Edeka bequem erreichen können, wird sich daran auch in Zukunft nichts ändern.
    Auch die Angst es könnten Geschäfte im Ortskern schließen müssen, ist einfach unbegründet.
    Hier soll nur ein Monopol geschützt werden.