Planverzug sorgt für Kopfschütteln

Ortsumfahrung Flöha: Reaktionen im Internet

Flöha.

Die Auskunft der Landesdirektion Sachsen, dass noch immer kein Zeitpunkt für den Planfeststellungsbeschluss zum Weiterbau der Ortsumfahrung Flöha genannt werden könne, sorgt für Unverständnis. Im Herbst 2015 hatten die überarbeiteten Pläne für den Weiterbau der Trasse erstmals öffentlich ausgelegen. Damals hatte die Landesdirektion den Planfeststellungsbeschluss, also das Baurecht, für 2017 in Aussicht gestellt. Die Überarbeitung der Planung für den zweiten Bauabschnitt bis nach Falkenau war Folge einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, das 2009 eine genauere Untersuchung und Abwägung verschiedener Trassenverläufe forderte.

2017 gab es indes anstatt Baurecht die Ankündigung einer erneuten Überarbeitung der Planung. Danach mussten die Unterlagen nochmals ausgelegt werden. Seither wurde mehrfach nachgebessert, und die Frage nach einem Zeitpunkt für den Planfeststellungsbeschluss bleibt unbeantwortet. Der Vorsitzende des Naturschutzverbandes Sachsen, Tobias Mehnert, einer der schärfsten Kritiker der Ortsumfahrung, rechnet nicht mit einem Weiterbau der geplanten Trasse, weil damit die ökologisch wertvolle Flöha-Aue in Mitleidenschaft gezogen wird.

Im sozialen Netzwerk Facebook werden das Planverfahren und der sich abzeichnende Rechtsstreit zunehmend mit Kopfschütteln quittiert. (mbe)

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