Prozess um Totschlag in Breitenau: Staatsanwaltschaft fordert elf Jahre Haft

Breitenau/Chemnitz.

Im Prozess am Chemnitzer Landgericht um den im April vorigen Jahres getöteten Chemnitzers hat der zuständige Staatsanwalt heute sein Plädoyer verlesen: Er sieht es nach Abschluss der Beweisaufnahme als erwiesen an, dass der Angeklagte aus dem Raum Flöha im Alleingang den 38-Jährigen auf einem Feld bei Breitenau absichtlich überfahren hat. Da er keine mildernden Umstände sehe, beantragte er elf Jahre Haft. Das Mindeststrafmaß bei Totschlag beträgt fünf Jahre, in besonders schweren Fällen sieht das Strafgesetzbuch auch die Möglichkeit einer lebenslangen Freiheitsstrafe vor. Zudem soll der Angeklagte seinen Führerschein abgeben und für fünf Jahre eine Fahrsperre erhalten, da er sein Auto benutzt habe, um jemanden zu Tode zu bringen. Der Rechtsanwalt der Witwe des Getöteten unterstützte den Strafantrag der Staatsanwaltschaft. Die Plädoyers des zweiten Nebenklägers - des Vaters des Verstorbenen - sowie der Verteidiger sollen am 29. August gehalten werden. Ein Urteil wird noch am selben Tag erwartet. Ein Befangenheitsantrag der Verteidiger gegen die drei Richterinnen wurde derweil abgelehnt. (kala)

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