Rathaus muss jetzt rechnen

Nach Jahren finanzieller Überschüsse drohen den Kommunen Einschnitte. Augustusburg stellt seine Finanzplanung deshalb um.

Augustusburg.

Die Finanzplanung der Stadt Augustusburg für das kommende Jahr wird eine besondere. Es ist ja kein Geheimnis, dass in Folge der Coronakrise auf die kommunalen Haushalte schwierige Zeiten zukommen. So sprach auch der Augustusburger Bürgermeister Dirk Neubauer am Dienstagabend von "trüben Aussichten" - weniger für die beiden nächsten Jahre, sondern vor allem für 2023 und 2024.

Die investiven Schlüsselzuweisungen, mit denen der Freistaat Investitionen in Städten und Gemeinden unterstützt und wohl auch die allgemeinen Schlüsselzuweisungen für den laufenden Rathausbetrieb werden dann drastisch reduziert, so der Bürgermeister. Diese Zuweisungen sind vor allem für Kommunen ohne großartige Gewerbesteuereinnahmen wichtig.

Die aktuelle Haushaltplanung war das bestimmende Thema der gemeinsamen Sitzung von Technischem Ausschuss und Verwaltungsausschuss am Dienstagabend. Die Stadt Augustusburg wird nach drei Doppelhaushalten die Finanzplanung erstmals wieder auf ein Jahr beschränken. Nach der Diskussion mit den Stadträten hinter verschlossenen Türen beratschlagt die Rathausspitze diese Woche darüber, was machbar ist. Für Ende Oktober erwartet Neubauer die Eckdaten aus Dresden für das kommende Jahr. Erst dann kann der Planentwurf verbindlich werden.

Fest steht, dass die begonnenen Projekte weitergehen, auch wenn fast überall Mehrkosten erwartet werden. Auch an investiven Planungen, wie beispielsweise dem Neubau einer Kindertagesstätte in Erdmannsdorf soll es keine Abstriche geben. Dass die Stadt zur Absicherung der Investitionen eine Kreditaufnahme plant, wird bereits offen diskutiert. Allein die Höhe eines möglichen neuen Kredits stand bislang noch nicht fest.

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