Schüler geben Geschichtsunterricht

Mehr als 70 Objektekonnten zum gestrigen Denkmaltag im Landkreis besucht werden. Einebesondere Führung gab es auf Schloss Augustusburg.

Augustusburg.

Am Ende wurde alles gut. Der letzte Bär war erlegt, Prinz Lieschen wieder frei und selbst das Gespenst, das ständig genervt hatte mit seiner Frage nach dem Schwert, war glücklich. Das gute Stück fand sich im Brunnenhaus.

Diese Szenen gehören zur "Schlossführung einmal anders", mit der die Mädchen und Jungen der Schüler-Schloss-AG zum gestrigen Tag des offenen Denkmals auf Schloss Augustusburg die Gäste begeistern konnten.

"Wir haben den Text zur Führung selbst geschrieben, die einzelnen Stationen ausgewählt und auch die Spielszenen gestaltet", sagt Anny Junghans. Die Schülerin der elften Klasse des Freien Gymnasiums Augustusburg ist schon seit vier Jahren dabei und wie der gleichaltrige Robin Poneß einer der Haupt-Gästeführer. Sie nehmen die Gäste mit auf einen Weg durch teilweise sonst nicht zugängliche Räumlichkeiten und geben Erläuterungen. Zu den Bildern in der Affenstube oder dem Reihersaal etwa. "Aufgeregt ist man immer", sagt Robin. Anzumerken war ihm das nicht.

Insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler der sechsten bis elften Klasse gehören derzeit zur AG. Sozusagen mit dem Generationswechsel zu Beginn des vergangenen Schuljahres wurden die sechs Spielszenen eingeführt, mit denen der Rundgang aufgelockert wird. In den vergangenen Wochen wurde geschrieben und geprobt. "Das war am Anfang schon harte Arbeit", sagt Gästeführerin Christina Wendekamm, die gemeinsam mit Museumspädagogin Claudia Glashauer die AG leitet.

Das Projekt "Das Leben am kurfürstlichen Hof" mit den Schauspielszenen an sechs geschichtsträchtigen Orten auf Schloss Augustusburg wurde übrigens im August vom Sächsische Kultusministerium im Landesprogramm "LernStadtMuseum in Sachsen - Schüler entdecken Museen" ausgezeichnet. "Man erfährt selbst viel über das Schloss und es ist spannend, bei so einer Führung auf unbekannte Menschen zu treffen", sagt Robin. Und Anny ergänzt: "Und es ist schön, wenn sich die Gäste mit strahlenden Gesichtern bei uns bedanken, weil es ihnen gefallen hat."

Zu den über 50 Gästen der ersten Führung am gestrigen Tag gehörte auch Viola Junghans. "Es ist eine gute Sache, dass sich die Schüler mit der Geschichte befassen. Und sie haben das auch fein widergegeben", sagt die Borstendorferin, die nicht mit Hauptguide Anny verwandt ist. Im nächsten Jahr soll es die besonderen Führungen mit den Mädchen und Jungen der Schüler-Schloss-AG auf der Augustusburg noch öfter geben.

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