Sergio Lukovic wird neuer Intendant

Der Sänger und Regisseur ist ab August 2022 künstlerischer Leiter des Mittelsächsischen Theaters. Er löst Ralf-Peter Schulze ab.

Freiberg.

Mit seinen Rollen als Baritonsänger, so als Milchmann Tevje im Musical "Anatevka", eroberte Sergio Raonic Lukovic (42) die Herzen der Zuschauer - jetzt wird er der neue Intendant des Mittelsächsischen Theaters. Der gebürtige Spliter konnte sich unter den 32 Bewerbern für den Posten durchsetzen. Das bestätigte Landrat Matthias Damm (CDU) auf Nachfrage von "Freie Presse".

Die Intendanz von Ralf-Peter Schulze endet am 31. Juli 2022. Um seine Nachfolge hatten sich sieben Frauen und 25 Männer beworben. Das Auswahlgremium bestand aus den Theater-Gesellschaftern (Landkreis Mittelsachsen, Städte Freiberg und Döbeln), zwei Aufsichtsräten und Theater-Geschäftsführer Hans Peter Ickrath. Landrat Damm: "Wir haben uns sehr intensiv mit den Bewerbungen beschäftigt und sind einstimmig zu dem Ergebnis gekommen." Mit Lukovic werde es "eine gute Zusammenarbeit mit sehr vielen neuen Ideen" geben.

Ein weiteres Gremiumsmitglied war Jörg Woidniok, Chef der CDU/RBV-Kreistagsfraktion und Leiter des Amtes für Betriebswirtschaft und Recht in Freiberg. Der passionierte Theaterfreund zeigte sich "sehr zufrieden mit der Entscheidung" und begründete dies mit den Worten: "Herr Lukovic ist einer der profiliertesten und beliebtesten Künstler unseres Theaters. Er hat eine hohe Akzeptanz beim Publikum und kann sehr gut einschätzen, was notwendig ist, um das Theater zukunftsfähiger und für neue und jüngere Zuschauer attraktiver zu machen." Das habe Lukovic auch in seiner Bewerbung deutlich gemacht.

Der Kroate Sergio Raonic Lukovic erhielt seine Gesangsausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Seine Master-Prüfung legte er an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" in Dresden ab. Seit 2007 ist er am Mittelsächsischen Theater. Als Sänger war er beispielsweise als Fernando in "Fidelio", als Sir Danvers Carew in "Jekyll und Hyde" und in der Titelpartie in "Die Hochzeit des Figaro" zu erleben. Seit 2012 ist er vermehrt als Regisseur tätig. So inszenierte er im Sommer 2018 auf der Seebühne Kriebstein die Operette "Eine Nacht in Venedig". 2020 sollte "Die Csardasfürstin" folgen, die coronabedingt ausfiel. Über seine Pläne will Lukovic nächste Woche in einem "Freie Presse"-Interview reden.

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