Sie brennen für die Feuerwehr

Mega-Treffen in Oederan: Rund 500 Kinder und Jugendliche sind zum Regionalfeuerwehrtag angetreten. Werden sie einmal Feuerwehrleute?

Oederan.

Das sind Mittelsachsens jüngste Brandschützer: Die zehnjährige Carina Zimmermann aus Oederan und die elfjährige Gina-Lisa Neumann aus Freiberg haben zu den knapp 500Teilnehmern beim Regionaljugendfeuerwehrtag am Wochenende in Oederan gehört. 33Jugendfeuerwehren aus dem Regionalbereich Freiberg, darunter aus Augustusburg, Freiberg, Lichtenwalde, Nassau, Neuhausen, Wegefarth und Zethau, schlugen ihr Zeltlager auf der Wiese im Gewerbegebiet Oederan auf. "Alles hat super geklappt", so Kreisjugendfeuerwehrwart Roy Schlesinger am Sonntag.

Gemeinsam mit 15Mitgliedern der Kreisjugendfeuerwehr und der Feuerwehr der Stadt Oederan hat der 30-jährige Autoverkäufer aus Freiberg das Mega-Treffen der jüngsten Brandschützer organisiert. Ein Höhepunkt war die Rallye durch Oederan, bei der 44 Fragen zur Stadtgeschichte zu beantworten waren. Auch Carina Zimmermann und Gina-Lisa Neumann waren mit Feuereifer dabei. Die Jugendfeuerwehr Niederschöna gewann die Rallye.

Ein weiterer Knüller war die Lagerolympiade mit acht Stationen, so musste mit einem Schlauch ein Knoten über einem Feuerwehrauto gebildet werden. Die Jugendfeuerwehr Conradsdorf/Tuttendorf/Falkenberg belegte dabei den ersten Platz. Abends gab es Lagerfeuer und Lagerkino.

Durch das Treffen lernen sich die jungen Brandschützer kennen. Wenn sie sich später mal bei einem Einsatz begegnen, wissen sie, dass sie sich aufeinander verlassen können, sagt Mitorganisator Schlesinger und fügt hinzu: "Wir hoffen natürlich, dass es sich unter den Kindern herumspricht, wie viel Spaß die Arbeit in der Jugendfeuerwehr machen kann." In den meisten Orten im Raum Freiberg, Brand-Erbisdorf und Flöha hätten die Feuerwehren keine Nachwuchssorgen, weil sie sich auf die Interessen der Schüler einstellen und gut mit Kommune und örtlichen Vereinen zusammenarbeiten. So gelinge auch in Orten wie Zethau (Gemeinde Mulda) eine gute Jugendarbeit, selbst wenn es keine Grundschule im Dorf gibt.

Doch eine Frage beschäftigt Kreisjugendfeuerwehrwart Schlesinger: "Wie können wir es schaffen, dass die Jugendlichen später auch in die aktive Feuerwehr eintreten?" Neben einer guten Feuerwehrarbeit müsse dafür auch das Umfeld stimmen. Die jungen Leute brauchten Lehre und Arbeitsstelle in Wohnortnähe. "Und wenn sie doch wegziehen, wäre es schön, wenn sie sich trotzdem weiter in einer Feuerwehr engagieren", sagt Schlesinger.

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