Slowaken besuchen Notaufnahme in Freiberg

Gäste beeindruckt von modernisierter Einrichtung

Freiberg.

Patienten vor vermeidbaren Schäden zu schützen, ist ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung in der Medizin. Wie die Freiberger Notfallaufnahme die Patientensicherheit gewährleistet, hat sich jetzt eine Delegation des Gesundheitsministeriums der Slowakei vor Ort angeschaut: Direktorin Ludmila Vesela und Pflegedienst- leiterin Stanislava Pisova kamen in Begleitung des medizinischen Direktors Dr. Jan Hasko. Laut der Freiberger-Krankenhaussprecherin Ulrike Träger hatte MUDr. Jozef Pribula aus der Rehabilitationsklinik am Tharandter Wald die - auch hinsichtlich Patientensicherheit - im letzten Jahr umfassend modernisierte Freiberger Notfallaufnahme empfohlen und fungierte als Übersetzer.

Dr. Andreas Fichtner erklärte den slowakischen Gästen unter anderem die papierlose Dokumentation der Freiberger Notfallaufnahme. Per Touchscreen könne sofort bei der Ankunft eines Patienten ein neuer Fall angelegt werden und nach der Erstanamnese die Zuordnung zu einem Schweregrad mittels einer Farbskala erfolgen.

Zudem sah sich die Delegation aus der Slowakei in der Notfallaufnahme um. Diese besteht aus fünf Behandlungs- und zwei Schock- räumen sowie einer kleinen, sechs Betten umfassenden Aufnahmestation. Laut Ulrike Träger zeigten sich die ausländischen Besucher vor allem vom Herzstück beeindruckt: dem geräumigen Primär-Schockraum, in dem Schwerstkranke optimal versorgt werden können.

Großes Interesse hätten die Gäste auch am Umgang mit Corona- Verdachtsfällen gezeigt. "Covid-19 hat auch unsere Notfallaufnahme in Bezug auf die notwendigen Reinigungsprozesse schnell an die Grenzen gebracht" berichtete Dr. Fichtner. "Zunächst haben wir sämtliche Verdachtsfälle in unserem provisorischen Infektionszimmer im Bad behandelt."

Das Kreiskrankenhaus Freiberg habe dann eine räumlich getrennte Isolierstation mit einer separaten Infektionsnotaufnahme insbesondere für Corona-Patienten eingerichtet. "Der separat gelegene Außeneingang hält nicht nur Corona-Patienten, sondern auch Personen mit anderen Infektionserkrankungen aus der Freiberger Notfallaufnahme heraus", fügte Dr. Fichtner hinzu. "Eine solche Einrichtung hatte unserer Notfallaufnahme bisher gefehlt."

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