Solarworld: Freiberg will Brachen verhindern

Die Nachfrage nach Gewerbeflächen hält an, berichtet OB Krüger

Freiberg.

"Selbstverständlich" werde die Stadt alles daran setzen, damit aus den bisherigen Solarworld-Standorten in Freiberg keine Industriebrachen entstehen. Das bekräftigte OB Sven Krüger (SPD) jetzt auf Anfrage. Es seien aber keine Anzeichen einer solchen Gefahr erkennbar. "Im Gegenteil: Aufgegebene Immobilien von Solar im Gewerbegebiet Saxonia sind bereits im vergangenen Jahr verkauft worden", sagte Krüger mit Blick etwa auf die Firma Löser Chemie, die die einstige Recycling-Abteilung von Solarworld übernommen hat und ein eigenes Geschäftsfeld aus dem Recycling von Silizium entwickeln möchte. Krüger: "Und es besteht weiter Nachfrage nach Immobilien in Freiberger Gewerbegebieten." Letzte Woche ging die Fertigung von Solarmodulen in Freiberg zu Ende, die Vorräte waren aufgebraucht. Anfang kommender Woche wechseln nun weitere 120 Mitarbeiter der insolventen Solarworld Industries GmbH in die Transfergesellschaft, die den Jobverlust abfedern soll.

Allerdings verhandelt Insolvenzverwalter Christoph Niering noch mit einem Interessenten über die Übernahme der Modulfertigung. Die Gespräche würden sich bis mindestens Oktober hinziehen, hieß es zuletzt. Falls der Produktionsstandort aufgegeben wird, sei das bedauerlich für Freiberg - und "besonders für die ehemaligen Mitarbeiter", so Krüger. "Am Mikroelektronikstandort war die Solar eins der drei Unternehmen, die aus dem ehemaligen VEB Spurenmetalle hervorgegangen sind - eine einmalige Erfolgsgeschichte der Nachwendezeit in Freiberg und für ganz Sachsen", so der OB. Die Stadt stehe in ständigem Kontakt mit dem Insolvenzverwalter. Es gebe Interessenten für die Immobilien, die an Niering vermittelt würden. Krüger: "Sie kommen vorrangig aus Freiberg und der Region."

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