Spazieren mit musikalischer Begleitung

Das Publikum, das in den vergangenen Monaten auf Livemusik verzichten musste, haben sich die Oederaner Blasmusikanten zu einem besonderen Konzert eingeladen.

Oederan/Börnichen.

Nicht nur das sonnige Wetter und die warmen Temperaturen luden am gestrigen Sonntagnachmittag zu einem Spaziergang zwischen Oederan und dem Ortsteil Börnichen ein. Auch die Oederaner Blasmusikanten hatten sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Sie riefen quasi zu einer musikalischen Wanderung auf. Dabei konnten Interessierte spazieren gehen, an etlichen Orten der geplanten Route hatten die Musiker kleine Konzerte vorbereitet. "Einfallen lassen haben sich die Wanderung unsere jungen Musiker", erzählt Vereinschef Peter Merker. Er musizierte gemeinsam mit drei der Nachwuchsmusiker an der Turnhalle der Oederaner Schule.

"Mehr als drei Monate haben alle nur online proben können und keiner wusste, wann wir unsere Musik wieder vor Publikum präsentieren können. Da wurde die Idee geboren, die wir mit wenig Aufwand gut umsetzen konnten", so Merker. Denn weil die gut 25 Musiker ihre Stücke an verschiedenen Orten der Wanderroute präsentieren, werden größere Menschenansammlungen wie bei einem Konzert umgangen.

Der Einladung folgten etliche Menschen, die sich per Fuß oder auf dem Rad auf die gut vier Kilometer lange Strecke machten.

"Wir sind extra aus Schwarzenberg hergefahren. Unsere Tochter und unsere Enkelin spielt im Orchester mit. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen", erzählt Monika Süß, als sie der Musik von Günther Wittwer und Enrico Schramm zuhörte, die im Börnichener Park, direkt hinter dem Gemeindehaus des Ortes, Musik von Akkordeon und Schlagzeug zum Besten gaben. Die Idee, Sport mit Musik zu verbinden, kam bei der Seniorin gut an. "Es ist auch schön die Musiker des Orchesters so mal kennenzulernen", sagt Monika Süß.

Und so sammelten sich an jedem Punkt der Wanderung etliche Zuhörer vor den Musikern. Drei Mädchen spielten an der Bühne des Parks auf ihren Saxofonen die Titelmelodie der Olsenbande. Sehr zum Gefallen der Zuhörer, die das Stück mit Applaus belohnten. "Ich bin sehr froh, dass wir endlich mal wieder vor richtigem Publikum spielen können und die Pause endlich vorbei ist", erzählt Joline Forker. Der Aufwand der Planung hat sich gelohnt, denn schon kurz nach 14 Uhr, dem Beginn der Veranstaltung, waren schätzungsweise 50 Menschen allen Alters an den Konzertorten unterwegs. "Wir mussten bei den Proben ein bisschen umgestalten. Denn die Jugendlichen haben sich ausgesucht, mit wem sie was spielen möchten. In diesen Gruppen haben sie dann auch geprobt", so Merker.

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