Störung: Verdacht bestätigt

Der Schaden an der Kabelanlage von Vodafone bei Flöha war größer als zunächst erwartet. Die Polizei kennt die Ursache.

Flöha.

Kupfer- und Glasfaserkabel, in Stücke zerschnitten und für den Abtransport bereitgelegt: Das war es, was die Bundespolizei an einem Bahndamm bei Flöha in dieser Woche vorgefunden hat - und weshalb viele Flöhaer seit Montag ohne Festnetztelefon und Breitbandinternet auskommen mussten. Wer der oder die Täter waren, weiß die Bundespolizei noch nicht: "Die Kollegen versuchen, Spuren an den Kabelstücken zu sichern", so Anett Bochmann, Pressesprecherin der Leitstelle in Chemnitz. Zur Schadenshöhe machte sie keine Angaben. Störungen der Deutschen Bahn, bedingt durch den versuchten Kupferdiebstahl, seien ihr nicht bekannt.

Vodafone hatte die Bundespolizei am Montagabend über den Vandalismus informiert. Dass Glasfaser das Interesse von Dieben weckt, ist laut Bundespolizei und Telekommunikationsunternehmen eher unüblich. Ab Mittwochmittag konnte Vodafone die Haushalte wieder ans Netz anschließen - Faser für Faser, die im Kabelstrang neu verbunden werden mussten. Die letzten Fasern wurden am Nachmittag gespleißt, erklärte Volker Petendorf, Sprecher von Vodafone Deutschland.

Torsten Kleditzsch

Die Nachrichten des Tages:Der „Freie Presse“-Newsletter von Chefredakteur Torsten Kleditzsch

kostenlos bestellen

Damit waren Teile der Stadt zwei volle Tage ohne Festnetz- und Internetverbindung. 1400 Kunden von Vodafone und 1&1 waren betroffen, darunter die Stadtverwaltung. Vodafone hatte erst angekündigt, bis Dienstagnachmittag alle Abschlüsse reparieren zu können. Doch der Schaden sei größer als erwartet gewesen: "Der gesamte Kabelstrang wurde durch Vandalismus zerstört", so Petendorf, "Auf 200 Metern musste neues Glasfaserkabel aufwändig eingezogen und gespleißt werden." Die Reparatur habe man abends aus Sicherheitsgründen unterbrochen. "Wir bitten die betroffenen Kunden um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten", so Petendorf.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...