Trotz Protest: Leipziger halten an Windpark fest

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Antwort auf offenen Brief der Bürgerinitiative Windkraftstammtisch

Kleinschirma/Leipzig.

Die Stadtwerke Leipzig verfolgen weiter das Ziel, bei Kleinschirma Windkraftanlagen zu errichten, hat Aufsichtsratschef Frank Tornau auf Anfrage bekräftigt. Die Strategie des Unternehmens sei es, so der CDU-Politiker, dem steigenden Bedarf an Elektrizität aus regenerativen Erzeugungsanlagen nachzukommen.

Die gleiche Antwort hatte Stadtwerke-Sprecher Frank Viereckl acht Stunden zuvor per E-Mail verschickt. Inklusive eines Fehlers im Satzbau heißt es in beiden Schreiben wortgleich unter anderem, die Leipziger Stadtwerke hielten sich an die strengen gesetzlichen Regularien, und die Wirkung auf Flora und Fauna in der Umgebung werde "unabhängig von der Anlagenanzahl und vom Verfahrenstyp in einem späteren Bauantragsverfahren auf jeden Fall behördlich überprüft". Weiter: "Die Akzeptanzfrage finden die Leipziger Stadtwerke in jedem Projekt vor, und es ist der Ansatz, individuell darauf einzugehen." Auf das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit seien die Stadtwerke Leipzig daher eingegangen und hätten im März mit einem eigenen Flyer, einer Umfrage und einem Informationsstand vor Ort für Transparenz gesorgt. Auch künftig werde die Firma "bestmöglich auf die Fragen von Interessierten" eingehen.

Die Bürgerinitiative Windkraftstammtisch hatte den Stadtwerken Leipzig öffentlich vorgeworfen, Anwohner und Kommune beim Projekt in Kleinschirma kaltzustellen. Darauf antworten die Geschäftsführer Karsten Rogall und Maik Piehler unter anderem, üblicherweise würde bei den Behörden ein Antrag gestellt und dann die Träger öffentlicher Belange informiert und angehört. Selbstverständlich, so Rogall und Piehler weiter, sei der Bürgermeister vor der Einreichung der Bauvoranfrage in Kenntnis gesetzt worden. Der Oberschönaer Rathauschef Rico Gerhardt (CDU) hatte im Sonderdruck des Amtsblattes vom 29. März erklärt, die Anträge seien "ohne Beteiligung der Gemeinden und der betroffenen Anwohner" beim Landratsamt Mittelsachsen gestellt worden.

Die 1241 Einwendungen von Bürgern würden ernstgenommen, das Projekt weiter verfolgt. Das Projekt in Kleinschirma werde von der Mittelsächsischen Windpark GmbH & Co. KG mit Sitz in Großschirma verfolgt. Dabei handele es sich um ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Leipzig, so Rogall und Piehler. www.windkraftstammtisch.de

Das könnte Sie auch interessieren

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.