Verkehrsverbund begründet Non-Stop-Entscheidung

Halt in Oederan könnte laut Verbund Anschlüsse gefährden - Leser kritisiert unnütze Investition

Oederan.

Der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) hält an der Entscheidung fest, dass die Regionalexpresszüge nicht in Oederan halten. "Ein zusätzlicher Halt könnte nur zum Preis der Aufgabe wichtiger Anschlussknoten umgesetzt werden", fasst Pressesprecherin Jeanette Kiesinger zusammen.

Klaus Hentschel aus Flöha hatte gefragt, warum ein zusätzlicher Halt in Oederan nicht möglich sein soll, wo doch die neu angeschafften Züge ein höheres Brems- und Beschleunigungsvermögen haben als ihre Vorgänger. Zudem hält der Regionalexpress in Flöha zwei Minuten, an allen anderen Haltepunkten dagegen nur eine Minute. Klaus Hentschel sieht also gleich zweifach Potenzial für einen zusätzlichen Halt auf der Strecke zwischen Dresden und Hof. "Wenn trotzdem ein Halt des Regionalexpress in Oederan nicht möglich ist, müssen sich die Verantwortlichen fragen lassen, ob die Investition von zirka 150 Millionen Euro in neue Fahrzeuge und eine neue Werkstatt gerechtfertigt ist."

Jeanette Kiesinger zufolge macht sich das höhere Beschleunigungs- und Bremsvermögen erst bei häufigerem Halt bemerkbar - zum Beispiel bei der Regionalbahnlinie, die an jedem Unterwegs-Halt stoppt. Der Zwei-Minuten-Halt in Flöha sei nötig, um den Anschluss an die Züge nach Annaberg sowie ausreichend Abstand zu den voraus fahrenden Triebwagen zu gewährleisten.

Ein Halt in Oederan würde die Fahrtzeit in beide Richtungen um jeweils gut eine Minute verlängern. Da es auf der Strecke keine Zeitreserven gebe, müssten die Züge später odereher starten. Dann aber würde mehrere Anschlussverknüpfungen nicht mehr funktionieren. (mbe)

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