Vom verstopften Gully bis zur Gefahrenstelle

Bei der Begehung des Schellenberger Ortschaftsrates kamen viele Probleme zur Sprache. Doch nicht immer gibt es eine schnelle Lösung.

Schellenberg.

Weil sieben Augenpaare mehr sehen als eins, haben sich Mitglieder des Ortschaftsrates Schellenberg am Samstag aufgemacht, um Schellenberg bei einer Ortsbegehung genau unter die Lupe zu nehmen. Etwa zweieinhalb Kilometer Wegstrecke legten sie dabei vom sogenannten Kreherberg bis hin zur Höllmühle zurück.

Ortsvorsteher Jörg Porstmann hatte zu der ersten Ortsbegehung seit neun Jahren eingeladen, um Probleme oder Anfragen von Bürgern an den Gartenzäunen besprechen zu können. Und es dauerte nicht lange, bis die ersten Einwohner auf den Ortschaftsrat zukamen. Andrea Franke und Ralf Herrmann wiesen beispielsweise auf einige Probleme am Kreherberg hin. Jahrelang hielt Andrea Franke den Seitenstreifen gegenüber ihres Grundstückes sauber. Sie verwies auf übervolle Straßeneinläufe, in denen kein Wasser mehr ablaufen kann, und viel Herbstlaub, das die Gullys immer weiter verstopft - und hoffte auf eine Problemlösung. Der Ortschaftsrat versprach umgehend Hilfe. "Wir müssen jetzt erst einmal mit Hilfe des Bauhofes richtig Ordnung reinbekommen." Danach wolle sich Andrea Franke auch wieder um den Streifen kümmern.

Insgesamt notierte er sich auf der gesamten Wegstrecke zahlreiche übervolle Straßeneinläufe, die teils kaum noch Wasser aufnehmen konnten. An mehreren Stellen im Dorf kamen Bürger auf die Ortschaftsräte zu und sprachen verschiedene Probleme an. Einmal war es ein Geländer am Dorfbach, das teilweise fehlte, ein anderes Mal eine Hecke an der Hohenfichtener Straße, die laut einiger Anwohner verschwinden soll, während sich andere für den Verbleib der Hecke aussprachen. Ein besonders wichtiges und dringendes Problem wurde im Bereich der Kirche ausgemacht. "Dort wechselt der Fußgängerweg innerhalb der Kurve die Straßenseite. Das ist sehr gefährlich. Es muss dringend etwas für die Fußgänger getan werden", sagte Porstmann.

Auf der Liste wurde außerdem vermerkt, dass die Anlage rund ums Rathaus wieder erneuert werden müsse und am Ehrenmal Gras eingesät werden soll. Auch Wanderschilder sollen neu aufgestellt werden. Ein weiterer Punkt war das mehrfach geforderte Tempolimit im Ort. Und die marode Gartenstraße müsste grundhaft erneuert werden. "Die Wasserleitungen sind noch von 1935", so Porstmann. Die Bürgeranliegen sollen zur Ortschaftsratssitzung im Mai nochmals besprochen werden, um Lösungen zu finden.

Jörg Porstmann resümierte: "Wir sind mit der Ortsbegehung sehr zufrieden. Wir wollen jetzt wieder richtig Ordnung rein bekommen, gerade was die Gullys betrifft." Allerdings würde sich der Ortschaftsrat wünschen, dass mehr Anlieger auch mal auf ein paar Metern vor ihrem Grundstück selbst was machen. "Man kann sich nicht immer auf die Gemeinde verlassen. Die Mitarbeiter vom Bauhof schaffen nicht alles gleichzeitig", so Porstmann.

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