Was den Frauensteiner Silbermannpfad interessant macht

Die drei Denkmale, die am neuen Wanderweg durch die Erzgebirgsstadt liegen, werden nun saniert. Spätestens im Herbst dieses Jahres sollen Natur- und Kulturfreunde auf dem Pfad wandern und wandeln können. Er ergänzt das bestehende touristische Angebot.

Frauenstein.

Für rund 26.000 Euro werden derzeit drei Denkmale auf Frauensteiner Flur saniert: Der Halbmeilenstein in Kleinbobritzsch, die Postmeilensäule in Frauenstein und in Nassau das Denkmal für die Gefallenen im Ersten Weltkrieg. Das haben die Stadträte beschlossen. 80 Prozent der Kosten werden gefördert.

Die Restauration der drei Denkmale übernimmt das Frauensteiner Steinmetzhandwerk Schneider sowie der Restaurator Michael Eilenberger aus Rechenberg-Bienenmühle. Das teilte Bürgermeister Reiner Hentschel in dieser Woche auf Nachfrage mit. Des Weiteren wurde eine Firma beauftragt, die Ausschilderung des Silbermannpfades vorzunehmen. Zunächst werden Entwürfe gestaltet. Die Beschilderung wird an die bestehenden Wanderwegezeichen in der Stadt angepasst und mit Erklärungen zu den einzelnen sehenswerten Punkten versehen. "Wir hoffen, dass wir spätestens im Oktober den Silbermannpfad einweihen können", sagt Hentschel.

Entlang des Wanderpfades sollen zudem drei Picknickplätze entstehen. Ihre Realisierung kostet jeweils 35.000 Euro. Des Weiteren sollen die beiden Wasserhäuser für jeweils 10.000 Euro aufgefrischt werden. Auch die Weihnachtspyramide am Markt der Silbermannstadt könnte im Rahmen des Silbermannpfades eine Kur erhalten, vorgesehen sind dafür ebenfalls 10.000 Euro.

Insgesamt rechnet die Stadt mit Kosten von 170.000 Euro. Der Koordinierungsausschuss Leader-Region "Silbernes Erzgebirge" hat einer Förderung zugestimmt. Nun liegt der Förderantrag beim Landratsamt und muss noch beschieden werden. Im besten Fall werden 80 Prozent gefördert. Weil die Eingangsbestätigung vorliegt, kann die Stadt nun auf eigene Kappe schon loslegen, ausschreiben und Aufträge vergeben.

Der Silbermannpfad fügt sich neben dem geplanten Silbermannmuseum und der Silbermannorgel ins touristische Konzept der Silbermannstadt Frauenstein ein. Der Orgelbauer Gottfried Silbermann wurde im Stadtteil Kleinbobritzsch geboren. Laut Webseite der Stadt gibt es bereits knapp 50 verschiedene Rundwanderwege und Touren in und um Frauenstein sowie deren Stadtteilen. So wurde 2014 beispielsweise der Bergbaurundweg "Silberpfad" feierlich eröffnet. Der Silbermannpfad soll mit einer Länge von etwa acht Kilometern Wanderer, Natur- und Kulturfreunde ansprechen. (mit ar)

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