Weißer Weg: Jetzt ist auch Niederwiesa gefragt

230 Meter der Straße, die bald saniert werden soll, führen über Gemeindeflur

Niederwiesa.

Eine nervige Schlaglochpiste soll in diesem Jahr endlich repariert werden: ein Abschnitt des Weißen Weges in Chemnitz. Viele Pendler nutzen die Strecke am Rande der nach ihm benannten Mülldeponie und des Zeisigwaldes als Ersatz für die in diesem Bereich noch fehlende Südring-Verlängerung. Geht es nach den Plänen der Stadt Chemnitz, wird vom 31. August bis 6. November die Durchfahrt zwischen Dresdner und Eubaer Straße gesperrt.

In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am Montagabend müssen sich die Niederwiesaer mit der Sanierung der Straßendecke des Weißen Weges beschäftigen. Der Grund: Knapp 230 Meter führen über Niederwiesaer Flur. Das heißt, hier müsste Niederwiesa die Kosten tragen. Laut Bauhofleiter Michael Thiemer sind das gut 70.000 Euro. "Beim Bau dieses Teilstücks, das öffentlich gewidmet ist, müssten wir ohne Fördermittel auskommen. Aber irgendwann müssen wir es machen. Jetzt hätten wir die Chance, von den Chemnitzer Planungen zu profitieren. Die Straße ist sowieso gesperrt", so der Bauhofleiter auf Anfrage der "Freien Presse". Entscheiden sich die Gemeinderäte gegen das Projekt, würde das bedeuten, man müsste bei der Planung wieder von vorn anfangen und auch die Kosten dafür allein tragen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Chemnitzer Tiefbauamt das Teilstück zwischen Dresdner Straße und Einfahrt zur Deponie erneuern lassen. Der zweite Bauabschnitt beginnt nach Angaben aus dem Chemnitzer Rathaus an der oberen Einfahrt der Deponie und endet nach etwa 600 Metern an der Gabelung in zwei Fahrbahnen, etwa 190 Meter vor der Beutenbergstraße. Die Straße zu verbreitern - beispielsweise um einen Radweg -, sei dabei nicht vorgesehen. Die Fahrbahn soll in den jetzigen Abmessungen erneuert werden. Weitere Instandsetzungen sollen abschnittsweise in den nächsten Jahren erfolgen.

Auf der Tagesordnung der Sitzung am Montagabend steht in Niederwiesa auch die Vorstellung des Haushaltsplanes für das laufende Jahr. Bürgermeister Raik Schubert (Bürgerinitiative Niederwiesa) erwartet eine interessante Debatte. Beschlüsse zum Ersatzneubau Zweifeldhalle - hier geht es um die Erarbeitung eines Energiekonzepts für die Halle - und zum geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses im Ortsteil Lichtenwalde stehen ebenso an. (mit mib)


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