Wenig Dampf auf Strecke im Pressnitztal

Bahnbetrieb läuft derzeit auf Sparflamme

Jöhstadt.

Die Situation beschreibt Gerald Seifert, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Preßnitztalbahn in Jöhstadt, folgendermaßen: "Wir sind alle noch in Ordnung, aber wir leben vom Eingemachten. Oder anders ausgedrückt, für uns geht es ums Eingemachte."

Die Fahrtage an Ostern und über Pfingsten sind die zwei größten Veranstaltungen des Vereins im Jahr. An Ostern kommen durchschnittlich um die 4500 Gäste. Die entsprechenden Einnahmen sind durch den Ausfall der Fahrtage der Museumsbahn zum Osterfest schon mal verloren gegangen. "Pfingsten sind in den letzten Jahren immer um die 5000 bis 6000 Leute gekommen, die nicht nur Bahn gefahren sind, sondern unsere Ausstellungen und Veranstaltungen über die Pfingstfeiertage besucht haben", so Gerald Seifert. Nein, jammern ist wahrlich nicht das Ding der Preßnitztalbahner. "Aber wenn die Fahrtage über Pfingsten auch noch wegfallen, dann wäre das für uns eine Katastrophe", macht der erfahrene Mitstreiter des Vereins deutlich.

Pessimismus ist durchaus angebracht: Bis 31. August sind zumindest sämtliche Großveranstaltungen untersagt. "Aber wir bräuchten dann schon mal eine klare Aussage, wie eine Großveranstaltung definiert ist", so der Geschäftsführer. Und bei noch einem Problem wollen die Jöhstädter so schnell als möglich klare Richtlinien. "Auch wir als Verein hoffen auf eine Unterstützung vom Freistaat", so Seifert.

Nachdem die Osterfahrtage bereits ins Wasser gefallen sind, ist auch eine anstehende Fotoveranstaltung auf Ende September verlegt worden. Auch die Fahrtage über den Sommer stehen in den Sternen. "Aber wir kämpfen weiter", so Gerald Seifert.


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