Wie ein Radfahrer auf Würfelglück hofft

Die Mischung aus Wettkampf und Spiel macht das Fahrrad-Zickzack so reizvoll. Da ist sich Ulf Krause sicher. Seit der ersten Auflage 2009 war er daher immer mit am Start.

Freiberg/Flöha.

Der Countdown für das Freiberger Fahrrad-Zickzack läuft: In gut zwei Wochen gehen erneut zahlreiche Radbegeisterte in der Bergstadt auf Tour. Bei der gilt es, binnen dreier Stunden so viel Spielgeld, genannt Pneuro, wie möglich einzuheimsen.

Geradelt wird am Nachmittag des 18. August kreuz und quer durch Freiberg. Während beispielsweise die Leute von Autoteile Weinhold an der Carl-Schiffner-Straße auf Radbegeisterte warten, machen dies die Mitarbeiter der Stadtwerke am Parkplatz an der Ehernen Schlange. Zwölf Stationen sind bei dem Wettbewerb, der dieses Jahr vom "Inpulz-Magazin & Radio" sowie der "Freien Presse" organisiert wird, insgesamt abzufahren. Doch so einfach ist es nicht. Schließlich ist es dem Zufall geschuldet, welche Strecke der Teilnehmer radeln muss. Die erste Station wird gelost, bei den folgenden Stationen muss gewürfelt werden.

Gerade dieses spielerische Moment macht für Ulf Krause den besonderen Reiz des Fahrrad-Zickzacks aus. "Man hofft eigentlich immer wieder auf eine günstige Lösung", sagt der 68-jährige Freiberger, der zum neunten Mal und damit seit der Erstauflage des Wettbewerbs im Jahr 2009 auf Pneuro-Jagd gehen wird. Dann fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu: "Wenn ich drei ungünstige Stationen würfele, ärgere ich mich natürlich." Als studierter Diplom-Ingenieur für Maschinenbau, der bis zu seinem Ruhestand an der TU Bergakademie gearbeitet hat, versteht er etwas von Zahlen. Er weiß daher: Das mit dem Würfel ist so eine Sache. "Von der ersten, per Los ermittelten Station, gibt es bereits elf Möglichkeiten für die zweite Station. Je nachdem, welches Ziel als zweite Station angefahren wird, gibt es nun schon elf mal elf, also 121 Varianten, die dritte Station zu erreichen."

Weiter gedacht und gerechnet heißt das: Zur zehnten Station kann man auf 2,35 Milliarden möglichen Streckenführungen gelangen. Manche Radfahrer schaffen beim Fahrrad-Zickzack sogar 18 Stationen. Das wären laut Ulf Krause, der gerne und oft Rad fährt, auch schon einmal an drei Tagen den Bodensee umrundet hat, fünf mal zehn hoch 17 Möglichkeiten. "Seitdem es unsere Erde gibt, also 4,5 Milliarden Jahre, dürften diese Fahrer etwa alle zwei Sekunden eine andere Strecke abfahren", bringt es der Freiberger auf den Punkt. "Das erträumte Pendeln zwischen Ober- und Untermarkt wird also sehr, sehr unwahrscheinlich", sagt der 68-Jährige, der aber, wie er fortfährt, nun auf sein Würfelglück hofft.

Infos: Anmeldung zum Fahrrad-Zickzack bis 10. August per Coupon, aber auch vor Ort am Wettkampftag am 18. August zwischen 13.30 und 14.30 Uhr. Weitere Infos im Netz unter www.freiepresse.de/ffz sowie unter www.inpulz.de/fahrradzickzack.html

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