Wo Politiker zum Engel werden

Das halbe Jubiläum ist geschafft. Zum fünften Mal feierten die Schönerstädter am Samstag Weihnachtsfest. Sogar mit einem himmlischen Gast.

Schönerstadt.

Idyllische Abendkulisse mit Teich und zünftiger Festbeleuchtung: Die Neuauflage des kleinen Weihnachtsfestes in Schönerstadt wusste optisch und akustisch zu punkten. Auch kulinarische Angebote riefen das feiergestählte Völkchen am Sonnabend ins Dorfzentrum. "Zum fünften Mal haben wir das Adventstreffen organisiert, mit dem wir die Familie anlocken und die Generationen zusammenbringen wollen, ein prima Erfolg", zeigte sich Ortsvorsteherin Susan Leithoff schon im Verlauf der launigen Veranstaltung vom Organisationsteam angetan. Mit gutem Beispiel ging die Kommunalpolitikerin selbst voran und schwebte als Engel bedresst vom Weihnachtsstern heran. Die Trompetenklänge von Bernd Talkenberger dürften Himmelsmelodien als Signal gedient haben.

"Die komplette Organisation lag in den Händen der Einwohner, unterstützt von der Stadtverwaltung Oederan", so die kommunikative Ortschefin. Mit ihrem Team der Ortsteilverantwortlichen und zupackenden Helfern wurde das zünftige, nur für einen Abend geöffnete Erlebniszentrum in der Schneekulisse aufgebaut. Buden und Zelte standen neben dem Dorfteich. "Das Miteinander stärkt den Gemeinschaftssinn und hat auch einen gesellig-erzieherischen Effekt: Alle Generationen lernen sich und ihren Anteil am Gelingen respektieren", so Susan Leithoff. Brennkörbe und Lagerfeuer spendeten Hitze, das Knistern der Holzscheite verbreitete eine anheimelnde Melodie. Für einen zünftigen Reigen hörenswerter Evergreens sorgten die Blasmusikanten Oederan, die diesmal den Musikernachwuchs der New Generation in der ersten Reihe postierten. Mitschunkeln und Mitsummen, auch Chorsingen waren angesagt. Die Harmonien ließen den Blutdruck der Zuhörer steigen. Und der war am Spätnachmittag vor allem bei den Knirpsen des Ortes ohnehin in die Höhe geschossen, gab doch der Rupprecht schon einmal seine Visitenkarte im Ort ab. "Doch der Alte hatte keinen Grund, die Rute auszupacken", sagte Susan Leithoff. Im Dörfchen wohnen schließlich aufgeweckte junge Leute.

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Dem Stromzähler dürfte angesichts des Geschehens im urigen Anhänger des Jugendklubs schwindlig geworden sein: Die per Waffeleisen selbst hergestellten Naschereien waren der Renner. "Das sind Crepes à la Schönerstadt, die wir mit Apfelmus oder auch Nougatcreme kredenzen", wusste Lucas Oehme um die Qualitäten der Süßigkeiten. Abendgäste schworen, nie bessere Delikatessen in Mittelsachsen gegessen zu haben. "Wir sind ein eingespieltes Team, müssen vorab nicht probekochen", so der Schönerstädter. Und der wusste genauso um die Energie und Kondition seiner Mitstreiter, fließt doch ein Sümmchen in die Arbeit des Jugendklubs.

Heiß wurde es auch der Imbiss-und Glühweinbrigade. Über einem Lagerfeuer erhitzten Jörg Falke und Mirko Oehme das süffige Lebenselixier. "Der Festplatz am Teich hat einen ganz besonderen Charme. Die urige Budenlandschaft und dazu das Gewässer, welches reizvoll die Lichter spiegelt und den Klang weiterträgt", zeigte sich Jörg Falke, mit Schöpfkelle ausgerüstet, vom Ehrenamt angetan.

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