Wohnblock im Sattelgut wird abgerissen

Das Gebäude mit der Nummer 54 in der Flöhaer Fritz-Heckert-Straße soll Eigenheimen weichen. Für den Block nebenan gibt es derweil andere Pläne.

Flöha.

Gut die Hälfte des Plattenbaus liegt bereits als Schutt neben dem Bauzaun: alte Rohre und etliche Badewannen. All das kam bereits im Mai aus dem Gebäude, als es entkernt wurde. Vergangenen Montag wurde dann begonnen, das Haus abzureißen. Übernommen wird das von der Firma Dotzauer aus dem vogtländischen Lengenfeld. Ende nächster Woche soll das Haus komplett abgetragen sein. Dann muss der Schutt nur noch sortiert werden, wie der Bauleiter erklärt. Ende August sollen die Arbeiten beendet sein.

"Die Nachfrage der Wohnungen im Haus war einfach zu gering, daher brauchten wir ess nicht mehr", erklärt Frank Böttcher den Abriss. Er ist Geschäftsführer der Wohnungsverwaltungs- und Baugesellschaft Flöha, der das Objekt gehört. 74Wohnungen beherbergte der Plattenbau, der 1988 gebaut worden war. Meist waren es Einraumwohnungen und hatten gerade einmal eine Fläche von 35 Quadratmetern. "Zu DDR-Zeiten war das der Wohntraum vieler Singles, heute sind so kleine Wohnungen nicht mehr beliebt. Auch der demografische Wandel macht sich hier deutlich bemerkbar", sagt Böttcher. Die Gesellschaft hat zwar immer wieder versucht, Studenten nach Flöha zu locken, aber dieser Versuch ist laut dem Chef immer wieder gescheitert: "Auch wenn die Miete einer Einraumwohnung keine 200 Euro kostete und die Anbindung an die Chemnitzer Uni gut ist, wollten Studenten hier nicht einziehen."


Schon vor einiger Zeit wurde der Abriss des Gebäudes geplant, sagt Böttcher, seit einem Jahr habe man die Wohnungen geräumt und keine neuen Mieter einziehen lassen. Im Wohnblock nebenan sieht die Aufteilung der Wohnungen ähnlich aus. "Hier können wir aber durch Zusammenlegen die Wohnungen vergrößern. Daher werden wir die Nummer 52 auch nicht abreißen", sagt Böttcher. Für dieses Gebäude ist in den kommenden Jahren eine Sanierung geplant. "Es wird nicht nächstes Jahr losgehen. Der Zeitraum der nächsten fünf Jahre ist für die Sanierung ins Auge gefasst", sagt Böttcher. Auch die frei werdenden Grundstücke sind schon verplant: Sie sollen verkauft werden und Platz für neue Einfamilienhäuser in der Sattelgut-Siedlung schaffen.

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