12,8 Millionen Euro für Arbeiten in Schulen

58 Vorhaben im Landkreis unterstützt der Freistaat mit einer Finanzspritze. Für die hiesige Verwaltung ist die Nachricht ein Signal - nicht nur in Sachen Bildung.

Freiberg.

Gute Nachricht in den Herbstferien: Das Land Sachsen stellt reichlich 12,8 Millionen Euro Fördermittel für Schulen und Turnhallen in Mittelsachsen bereit. Und zwar zusätzlich zu den bereits bewilligten rund 39 Millionen Euro, die von Bund und Land über das Programm "Brücken in die Zukunft" fließen, und zusätzlich zu den Vorhaben, die über die Fachförderung Schulhausbau finanziert werden.

Die Unterstützung für die insgesamt 58 Projekte bewegt sich in Größenordnungen von einigen zehntausend bis hin zu mehreren hunderttausend Euro. In zwei Fällen überschreitet sie die Million. Doch auch kleinere Summen kommen gut an. "Das hilft wirtschaften", kommentiert Bürgermeister Rico Gerhardt (CDU) die 53.000 Euro für die Grundschule Oberschöna. Das Geld werde genutzt, um Vorgaben der Unfallkasse für die Turnhalle umzusetzen. So müssten Klinken an den Türen versenkt eingebaut werden, damit sich kein Schüler daran verletzen kann. Auch müssten die Kletterstangen abgebaut und ein Handlauf auf der Empore montiert werden. "Wir haben Auflagen erhalten, die wir kurz-, mittel- und langfristig erfüllen müssen", erläutert Gerhardt. Die Sofortmaßnahmen seien umgesetzt, mit dem Zuschuss gehe die Gemeinde nun mittelfristige Projekte an. "Wenn dann noch Fördergeld übrig ist, nehmen wir es für den langfristigen Teil der Mängelliste", erklärt der Bürgermeister.

Sein Amtskollege in Halsbrücke, Andreas Beger, freut sich ebenfalls über das Geld aus dem Sächsischen Investitionskraftstärkungsgesetz. Reichlich 212.000 Euro erhält seine Gemeinde für den Bau von Klassen- und Funktionsräumen sowie eines Speisesaals in der Oberschule Halsbrücke. Aber eigentlich erhofft sich Beger noch viel mehr Geld. Halsbrücke habe Fördermittel für den Schulhausbau beantragt, denn für die geplante Erweiterung der Oberschule seien insgesamt mehr als 4 Millionen Euro erforderlich. Eine frühzeitige Zusage ermögliche der Gemeinde eine zielstrebige Umsetzung im Interesse der Kinder und Lehrer der Einrichtung, so der Bürgermeister: "Fördermittel bedeuten Planungssicherheit." Und die Stadt Sayda kann das undichte Dach des Nebengebäudes der Grundschule endlich angehen, über das im Stadtrat zuletzt immer wieder debattiert worden war.

Insgesamt soll das Programm die Lernbedingungen an vielen Orten im gesamten Kreis verbessern. An der Förderschule für geistig Behinderte in Flöha beispielsweise stehen die Entwässerung und die Außenanlagen auf der Liste. Die Oberschule "An der Mulde" in Rochlitz bekommt ein neues Dach für Aula und Speisesaal. "Wer in Bildung investiert, investiert in die Zukunft", sagt der stellvertretende Landrat Lothar Beier (CDU). Und er könne diesen Satz noch ergänzen: "Wir investieren hier in die Attraktivität des ländlichen Raums." (mit jan und fhob)

Link: Eine Übersicht über die unterstützten Maßnahmen im Landkreis finden Sie unter www.freiepresse.de/investmisa


Zwei Millionen-Projekte für den Landkreis und Stadt Freiberg

Knapp 1,6 Millionen Euro bekommt der Landkreis Mittelsachsen aus dem Förderpaket, um das Fachschulzentrum im Freiberger Ortsteil Zug brandschutztechnisch zu ertüchtigen sowie die dortige Sporthalle neu zu errichten. Das Projekt mit der höchsten Zuwendung in Mittelsachsen bedeutet für den Landkreis eine Stärkung des Bildungsstandorts, der mit den Ausbildungsmöglichkeiten im Agrarbereich überregional ausstrahlt. "Seit 2008 ist die Sporthalle auf dem Gelände bauaufsichtlich stillgelegt und stand dem Schul- und Vereinssport nicht mehr zur Verfügung", so eine Sprecherin der Kreisverwaltung. Die neue Ein-Feld-Sporthalle sei für obligatorischen Sportunterricht nötig. Ebenso sei die Ertüchtigung der Räume unumgänglich: "Das Gebäude ist als Verwaltungseinheit mit Lehranstalt in den 1950er-Jahren errichtet worden."

Ein Neubau bahnt sich auch in Freiberg an, wo der Stadtrat grundsätzlich bereits zustimmte. Für den Schulstandort Clemens Winkler mit Grund- und Oberschule am Stadtteil Wasserberg ist an Stelle des bisherigen Nebengebäudes ein Neubau mit Mensa und Fachkabinetten vorgesehen. Die nun bewilligte Förderung beträgt etwas über 1,5 Millionen Euro. "Der Schulstandort ist geprägt von großer Enge", berichtete die Verwaltung den Stadträten. Im Unterrichtsalltag müssten Räume je nach Bedarf zwischen Grundschule, DAZ-Bereich (also Deutsch als Zweitsprache) und Oberschule ständig neu aufgeteilt werden. Dem soll der geplante Neubau ein Ende bereiten. (fhob)

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