15 Minuten frei parken?: Rathaus prüft Antrag

Brötchentaste: AfD schlägt weitere Standorte in Freiberg vor

Freiberg.

Die Stadtverwaltung zeigt sich gesprächsbereit über einen AfD-Vorschlag für eine Brötchentaste in der Altstadt und am Bahnhof in Freiberg. Allerdings hält sie auch am gültigen Parkkonzept fest. Der Antrag der AfD Fraktion sieht weitere Kurzzeitparkflächen zusätzlich zu den vorhandenen acht Parkscheinautomaten in der Altstadt sowie am Bahnhof vor. Fraktionschef Marko Winter verweist auf einen Beschlussvorschlag, der am Donnerstag im Stadtrat behandelt wird. Um die Innenstadt zu beleben, sei ihre Erreichbarkeit ein Punkt, argumentiert der Stadtrat. Freies Kurzzeitparken diene zuerst den Freiberger Bürgern, um kleine Erledigungen in innenstädtischen Bereichen leichter zu erleichtern, heißt es.

Die Stadtspitze hingegen zieht eine positive Bilanz ihres Parkkonzeptes, das sie mit dem Dresdner Verkehrsplaner Dirk Ohm 2012 entwickelt hat.

Das Konzept mit klaren Regeln für Anwohnerparken sowie Kunden des Einzelhandels und Besucher der Altstadt nutzt den Parkraum nach den Worten von Baubürgermeister Holger Reuter (CDU) optimal. "Das Kurzzeitparken wurde in den kunden- und besuchsrelevanten Bereichen kostenpflichtig eingeführt, gestaffelt nach dem Komfort des Parkplatzes", betont Reuter. Zusätzliche Parkflächen seien mit dem Parkplatz Halsbrücker Straße, der Erweiterung des Parkplatzes Eherne Schlange sowie dem Parkhaus Altstadt entstanden. "Der Autofahrer kann also selbst entscheiden, ob er für eine oder eine halbe Stunde am Obermarkt parken will, in der Peripherie der Altstadt für 20 oder 30Minuten oder kostenfrei vor der Altstadt", sagt der Bürgermeister. An einigen Parkständen gibt es zudem die Brötchentaste. Voraussetzung für die Nutzung, so Reuter: "Der Nutzer hat eine spezifische Erledigung vor, Brötchen vom Bäcker holen oder ein Rezept in der Apotheke einlösen.

Mit dem Konzept werde der in der Altstadt begrenzte Parkraum erfolgreich verwaltet, betont der Bürgermeister. Gern sei man aber zu einer Diskussion auf fachlicher Basis mit den Antragstellern bereit, so OB Sven Krüger (parteilos), Aber: "Wir sollten überlegen, ob wir Veränderungen an einem sehr gut funktionierenden System vornehmen wollen, die gegebenenfalls auch ins Negative umschlagen können. Am Ende sollte von einer Veränderung keine Verschlechterung ausgehen." Während für den Bahnhof eine Planung bereits läuft, spricht sich die Stadtspitze in der Altstadt für das aktuelle Konzept und gegen Änderungen aus. (grit)

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