17,2 Millionen Euro für die Sanierung des Bahnhofs

Oberbürgermeister stellt Gutachten zu historischem Gebäude vor

Freiberg.

Die Sanierung des Freiberger Bahnhofes ist vom BBF Baubüro Freiberg in einem Gutachten mit Kosten von rund 17,2 Millionen Euro veranschlagt worden. Darüber hat Oberbürgermeister Sven Krüger (parteilos) am Donnerstag den Stadtrat informiert. Wie Baubürgermeister Holger Reuter (CDU) ergänzte, seien in die Expertise bereits Baupreissteigerungen eingerechnet worden. "Ob die dann in etwa drei Jahren auch so eintreten, kann niemand vorhersehen. Aber so in dem Bereich plus/minus 2 Millionen Euro dürften wir uns wiederfinden", sagte der Vize-OB in der öffentlichen Sitzung weiter.

Die Stadt Freiberg hatte mit der Aedificia Infrastruktur- und Entwicklungsgesellschaft aus Frankfurt am Main zu Jahresbeginn Verhandlungen geführt, das 1862 eröffnete Empfangsgebäude mit gut 4000 Quadratmetern Nutzfläche samt rund 10.000 Quadratmetern Grund für knapp 1,1 Millionen Euro zu kaufen. Der Deal war ins Stocken geraten, als sich herausstellte, dass die Bausubstanz stärker in Mitleidenschaft gezogen ist, als ursprünglich angenommen. Der Bahnhof wurde als marode eingestuft: Risse im Mauerwerk, Farne und Mose in den Nischen, kaputte Fenster, fehlende Türen, dazu bröckelnder Putz.


Wie OB Krüger erläuterte, soll in etwa drei Wochen auch ein Gutachten zum Restwert des Ensembles vorliegen; danach werde neu entschieden. Unterdessen habe er bereits Gespräche mit dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG für die Region geführt und Kontakt zum Eisenbahnbundesamt gesucht. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sei informiert worden, so das Stadtoberhaupt: "Klar ist bereits jetzt, dass wir als Stadt eine solche Aufgabe nicht allein stemmen können." Gleichzeitig deutete Krüger an, dass nach den aktuellen Schulbauten - die Agricolaschule soll dieses Jahr, die Ohainschule nächstes Jahr fertig werden - Projekt-Kapazitäten im Rathaus frei werden. Eine Verlegung des Busbahnhofes an den Bahnhof indes schloss Krüger aus: "Wir haben dafür den Wernerplatz mit Fördermitteln hergerichtet - da laufen Zweckbindungen." Und die Anbindung über die Rendezvous-Haltestelle am Bahnhof funktioniere gut.

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