2000 Setzlinge für einen robusten Stadtwald

Mit einer Pflanzaktion soll ein kahles Waldstück an der Kleinschirmaer Straße wieder grün werden. Die Sorten wurden bewusst gewählt.

Freiberg.

Etwa 950 Hektar Wald besitzt die Stadt Freiberg. Nicht wenig Fläche ist Stürmen, später Trockenheit und Hitze und dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen. Eineinhalb Hektar wurden am Mittwoch in einer gemeinsamen Aktion der Stadt, der Waldschutzorganisation PEFC und des Staatsbetriebs Sachsenforst mit neuen Setzlingen bestückt.

Auf dem Areal an der Kleinschirmaer Straße sollte zunächst eine groß angelegte Pflanzung unter Teilnahme der Bevölkerung stattfinden. Da dies durch den Lockdown nicht möglich ist, vollzogen Oberbürgermeister Sven Krüger, Baubürgermeister Holger Reuter und Dirk Helbig vom Vorstand der Sparkasse Mittelsachsen, die mit einem fünfstelligen Betrag die Anschaffung der Setzlinge unterstützt hatte, eine erste symbolische Pflanzung. Mehrere Mitarbeiter der Stadt begannen danach, rund 2000 künftige Bäume in die Erde zu bringen.

"Es handelt sich dabei um Stiel- eiche, Bergahorn, Weiß- und Nordmanntanne sowie Kiefer und Pinselkiefer", zählt Johannes Liebscher vom Sachsenforst auf. "Die Auswahl der Arten wurde vor allem danach getroffen, inwieweit sie die Fähigkeiten besitzen, sich dem Klimawandel anzupassen." Man habe also Wert auf eine gewisse Robustheit gelegt. Die Weißtanne sei zudem ein Baum, der grundsätzlich in der Region beheimatet war, und nun wieder mehr Verbreitung finden soll. Auch andernorts im Stadtwald habe man bereits Neupflanzungen vorgenommen. "Es hat aber auch schon hier und da von alleine eine Naturverjüngung eingesetzt", ergänzt Liebscher.

"Es sieht schon dramatisch aus", meint Oberbürgermeister Sven Krüger mit Blick auf die geschädigte Waldfläche. "Es wäre schön gewesen, hätten wir diese Aktion wie geplant mit Freiberger Schülern machen können, aber das ging ja leider nicht." Die Pflanzaktion in Freiberg ist erst die zweite und trotzdem schon letzte, die in diesem Jahr bundesweit vom PEFC organisiert werden konnte. "Die erste war in der aktuellen Waldhauptstadt Warstein", sagt Diplom-Forstwirt Michael Schiewek von PEFC Deutschland. Freiberg hatte diesen Titel als erste Stadt 2013 für zwei Jahre verliehen bekommen.

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