24.000 Euro mit Verkauf von Drogen verdient

22-Jähriger mutmaßlicher Dealer muss sich vor Gericht verantworten

Freiberg.

Vor dem hiesigen Schöffengericht hat der Prozess gegen einen 22-jährigen Deutschen begonnen, der im Freiberger Umland lebt. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz wirft ihm vor, in insgesamt sieben Fällen mit Betäubungsmitteln gehandelt zu haben, davon fünfmal in nicht geringer Menge, ohne über eine dafür erforderliche Erlaubnis zu verfügen.

Im Dezember 2017 habe sich der Angeklagte entschlossen, so die Anklagebehörde, sich durch den Verkauf von Betäubungsmitteln eine umfangreiche und dauerhafte Einnahmequelle zu verschaffen. Zwischen Mitte Dezember 2017 und Anfang Mai 2018 soll er im Darknet Drogen verschiedener Art erworben und Gewinn bringend weiter ver-kauft haben. Nach einer entsprechenden Bestellung soll er einem anderweitig Verfolgten ein Kilogramm Marihuana für 4200 Euro zum Weiterverkauf verschafft haben, außerdem 100 Gramm der gleichen Droge für diesen selbst.

Zu diesem Zeitpunkt soll er weitere 500 Gramm Marihuana besessen haben. In drei weiteren Fällen soll er mit insgesamt vier Kilogramm des selben Rauschgiftes gehandelt haben, außerdem mit 6,5 Gramm Kokain und 100 Gramm Haschisch. Laut Staatsanwaltschaft hat er auch mehr als 150 Ecstasy-Tabletten erworben und verkauft. Die Betäubungsmittel seien ihm größtenteils auf dem normalen Postweg zugesandt worden.

Gemäß Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte mit seinen verbotenen Geschäften innerhalb von viereinhalb Monaten die Summe von 24.000 Euro eingenommen haben.

Weil die Verteidigung des jungen Manne die Einsichtnahme in ihr noch nicht bekannte Beweismittel beantragte, setzte die Vorsitzende Richterin das Verfahren aus. Ein neuer Verhandlungstermin soll von Amts wegen festgelegt werden. Aktenzeichen: 5 Ls 833 Js 36610/19 jug

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.