3 Millionen Euro fließen in neues Lackierzentrum

Das Brand-Erbisdorfer Autohaus Mäke hat sich in den vergangenen 25 Jahren zu einem mittelständischen Unternehmen entwickelt. Heute beschäftigt es 120 Mitarbeiter.

Brand-Erbisdorf.

Dittmar Mäke gerät selbst ins Staunen, wenn er berichtet, wie sich sein Autohaus im Gewerbegebiet Süd von Brand-Erbisdorf in den vergangenen 25 Jahren entwickelt hat. "Das war alles Weideland, als ich es gekauft habe", erzählt er mit Blick auf die rund 30.000 Quadratmeter, auf denen sein Hauptgeschäftsstandort wuchs. 1994 eröffnete er sein Autohaus für Modelle von Volkswagen. Kurz darauf kam die Tankstelle dazu. Ein Anfänger im Geschäft war Mäke zu der Zeit nicht mehr. "Angefangen hat es am 1. August 1986, mit nur einem Mitarbeiter in Langenau", erinnert er sich. Den Standort gibt es noch heute. Als Bosch-Service wird er jetzt von seinem Sohn Steven geleitet.

Die Mitarbeiterzahl hat sich deutlich erhöht. 120 inklusive Auszubildende sind es heute. Nach dem Anbau an das bisherige Gebäude sind jüngst mehrere Neue hinzugekommen. Denn der Familienbetrieb, zu dem auch Ehefrau Anita und Tochter Patricia, die Verkaufsleiterin ist, gehören, hat rund 3 Millionen Euro in ein Karosserie- und Lackzentrum plus Waschhalle investiert. 1800 Quadratmeter Fläche sind es nun mehr. "Konnten wir früher 15 bis 20 Wagen in der Woche lackieren, so geht die gleiche Anzahl nun an einem Tag", erklärt Patricia Mäke. Man stehe mit diesem Angebot nicht nur Privatkunden zur Verfügung, sondern auch anderen Karosseriebetrieben in der Region.


Von September 2017 bis Mai 2019 wurde das neue Zentrum gebaut. "Vorher gab es eine dreijährige Planungsphase", berichtet Dittmar Mäke. In der Karosseriewerkstatt konnten die Arbeitsplätze von zwei auf fünf erhöht werden. Einer davon besitzt sogar ein regionales Alleinstellungsmerkmal, denn den nächsten Multimaterialmix-Arbeitsplatz findet man erst wieder in Chemnitz oder Dresden. "Karbon, Aluminium oder Stahl kann an diesem Platz geschweißt werden", so der Chef. An anderer Stelle ist eine Hebebühne, die sechseinhalb Tonnen und somit auch größere Fahrzeuge und Lastkraftwagen schafft. Hinzu kommt eine 25 Meter lange Montagegrube mit Kranbahn für bis zu drei Nutzfahrzeuge gleichzeitig. Auf einem separaten Fahrerassistenz-Einstellplatz werden die einzelnen Komponenten der Fahrzeuge, die sich nach Unfall und Reparatur verstellt haben, wieder exakt neu justiert.

Die Lackierhalle wurde nach den neuesten Vorgaben gebaut. Die Arbeitsplätze können durch Jalousien abgetrennt werden, LED-Beleuchtung sorgt für taghelles Licht, Fahrzeuge werden durch Hebebühnen angehoben, was das Arbeiten für die Mitarbeiter deutlich vereinfacht. Herzstück ist die große Lackierkabine, in deren linker Abteilung das Auto mit frischem Lack versehen wird, um dann auf Schienen in die rechte Abteilung zu gleiten, wo der Trocknungsprozess stattfindet. "20 Minuten bei 60 Grad", erklärt Dittmar Mäke. Das verbrauche natürlich Energie. Wie in allen anderen Bereichen zeige man sich umwelttechnisch auf neuestem Stand. "Auf dem Dach haben wir eine Fotovoltaikanlage mit 100 Kilowatt Leistung", erklärt der Inhaber. Zudem wird mit Anlagen gearbeitet, die Energierückgewinnung ermöglichen. Das Autohaus ist zudem Partner bei der E-Mobilität. Seit 2005 wurden bereits 26Bohrungen durchgeführt, um Erdwärme für die Beheizung der Gebäude zu nutzen.

"Trotz allem sind wir ein Familienunternehmen", sagt Mäke. Neben Brand-Erbisdorf und Langenau gehört ein Standort in Waldheim dazu. Er sei froh, sagt der Senior-Chef, dass schon jetzt klar sei, dass seine beiden Kinder das Unternehmen einmal fortführen werden.

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