400 Euro Stromkosten in sechs Wochen

Schwibbögen, Pyramiden und Weihnachtssterne sind typisch für das Erzgebirge. Doch einige Fami-lien in der Region Freiberg kann es gar nicht bunt genug sein. Dafür geben sie gern mal ein paar Euros mehr aus.

Freiberg.

Sind die Lichter angezündet, heißt es in einem bekannten Weihnachtslied. Schwibbögen und Fensterbilder tauchen derzeit die Häuser in der Region in stimmungsvolles Licht. Doch die Weihnachtsbeleuchtung kann auch ganz anders als die traditionelle Form im Erzgebirge aussehen: amerikanisch nämlich, mit vielen bunten Glühbirnen. Einige Häuser in der Region fallen Spaziergängern und Autofahrern dadurch gleich ins Auge. Für die einen ist es Kitsch, für andere ein echter Hingucker.

In Freiberg selbst geht es meist recht heimelig zu. So leuchten Sterne über der Pfarrgasse, dreht sich eine bergmännische Pyramide am Schulweg. In Obergruna hingegen an der B 101 geht esda schon bunter zu. Torsten Kluge hat hier sein Elternhaus in ein Meer aus vielfarbigen Lampen gehüllt, alles von einer raffinierten Computersteuerung gelenkt. Fünf Kilowatt pro Tag werden von der LED-Technik verbraucht, sagt sein Vater, der ihm geholfen hat, gemeinsam mit Freunden alles zu verlegen. Zum sechsten Mal erstrahlen hier Haus und Garten, und jedes Jahr kommt noch etwas dazu. Die Stromkosten halten sich laut Torsten Kluge aber in Grenzen.

Ein wahres Lichter-Wunderland erwartet die Besucher auch in Kleinschirma. Mike Rentzsch und sein Schwiegervater Konrad Krumbiegel verwandeln ihr ein Hektar großes Grundstück bereits seit Jahrzehnten in ein märchenhaftes Ambiente. "700 laufende Meter Kabel haben wir verlegt", sagt Konrad Krumbiegel. "Teils sogar unterirdisch." 18Schaltuhren regeln die Beleuchtungszeiten. Insgesamt 150LED-Lichterketten ranken sich um Haus, Bäume und Sträucher. Ein Stern hängt in 24 Metern Höhe. 400Euro zahlt die Familie Stromkosten für sechs Wochen. Die teilen sich Vater und Schwiegersohn. Langsam müsse man aber mit der Erweiterung aufhören, sagt Rentzsch. Das Spektakel ziehe immer mehr Leute an.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...