50 Jahre und drei Umzüge später

30 Jahre Einheit Alte Schrankwand steht noch

Freiberg.

Leserin Sonja Morgenstern ist einem Aufruf der "Freien Presse" gefolgt, die Geschichte hinter Gegenständen aus DDR-Zeiten zu erzählen. Die 72-Jährige besitzt eine vierteilige Schrankwand, die sie vor knapp 50 Jahren in einem Möbelgeschäft auf der Waisenhausstraße in Freiberg gekauft hat. Wie viel die Schrankwand damals gekostet hat, weiß Sonja Morgenstern nicht mehr, erinnert sich aber: "Zu unserer Zeit war sie teuer. Wir haben sie bestellt und ein halbes Jahr darauf gewartet." Drei Umzüge innerhalb Freibergs hat die Schrankwand mittlerweile überstanden: von der Obergasse, über die Tschaikowskistraße, Friedeburger Straße, wieder zurück zur Obergasse. 1992 hat sich Familie Morgenstern schließlich eine neue Schrankwand besorgt. Seitdem steht das alte Schmuckstück im alten Kinderzimmer der Wohnung der 72-Jährigen. "Sie bleibt eine ewige Erinnerung. Wir haben darum gekämpft, dass wir sie bekommen", so Sonja Morgenstern. Ein zugehöriges Barteil steht in einem anderen Zimmer, den Fernsehschrank hat sie entsorgt. In der Schrankwand sind viele kleine Schmuckstücke gelagert, unter anderem Weihnachtsdekoration und ein handbemaltes Kaffeeservice - letzteres wurde ebenfalls in Freiberg gefertigt.

Noch heute in Gebrauch Haben Sie noch Alltagsgegenstände im Einsatz, die zu DDR-Zeiten in Betrieben im Gebiet des heutigen Landkreises Mittelsachsen hergestellt wurden? Oder haben Sie etwas von Eltern oder Großeltern geschenkt bekommen, das Sie in Ehren halten? Schreiben Sie uns und erzählen Sie uns die Geschichte. Zuschriften per E-Mail an: red.freiberg@freiepresse.de www.freiepresse.de/

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