72 Mal Alarm bei der Halsbrücker Wehr

Die Anzahl der Einsätze ist 2019 deutlich gestiegen. Die Gemeinde schreibt nun den Plan für den Brandschutz fort.

Halsbrücke.

Um einen Kommandowagen für die Freiwillige Feuerwehr Halsbrücke anzuschaffen, hat sich der Gemeinderat am Donnerstagabend mit der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes befasst. Das Papier existierte in einer Fassung vom 30. Januar 2018 und muss entweder in regelmäßigen Abständen oder bei wesentlichen Änderungen fortgeschrieben werden.

Gemeindewehrleiter Peter Mai gab zunächst über den aktuellen Stand Auskunft. "Es liegen nicht alle Zahlen endgültig vor", erklärte Mai, Er sei zuversichtlich, sie Anfang 2020 zu bekommen.

Die Mitgliederzahl der Wehr sei mit Sicherheit nicht kleiner geworden. So seien junge Leute aus den Jugendwehren in die große Wehr eingetreten, auch einige Einwohner habe man als Mitglied gewonnen. Das sei auch sehr notwendig. "Denn schon jetzt kann ich sagen, dass sich die Einsatzzahlen deutlich erhöht haben", betonte Mai. "Waren es 2018 noch 40Einsätze, so sind es in diesem Jahr bereits 72." Die Halsbrücker waren beim Löschen einer Lagerhalle in Oederan ebenso einbezogen wie bei größeren Einsätzen in Reinsberg und Bräunsdorf.

Einen ersten kurzen Rechenschaftsbericht der erst im Juni 2018 gegründeten Abteilung "First Responder" trug deren Leiter Kevin Franz vor. Bei der Abteilung handelt es sich um eine Eigeninitiative der Kameraden. "Sie ist eine Unterabteilung der Feuerwehr Halsbrücke", erläuterte Peter Mai. "Und war die dritte ihrer Art im Landkreis Mittelsachsen." Unter First Responder versteht man demnach eine unterstützende Einheit, die bei Einsätzen dabei ist, um bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die kompetente Erstversorgung verletzter Personen zu sichern.

"Wir waren bei der Gründung elf Personen", berichtete Kevin Franz. "Mittlerweile sind wir 22 und müssen erst einmal die Aufnahme weiterer Mitglieder unterbrechen, um die fachliche Ausbildung der bereits aufgenommenen zu gewährleisten." 14 Männer und acht Frauen verrichten diesen Dienst derzeit.

Nach Gründung und Aufbau der Abteilung wurde am 13. Mai 2019 die Einsatzbereitschaft an den Landkreis gemeldet. "Der erste Einsatz folgte bereits am 24. Mai", so Franz. Allein in diesem Jahr habe man bereits sieben Einsätze absolviert.

752 Dienststunden stehen bislang zu Buche, hinzu kommen insgesamt 960 Ausbildungsstunden. Für ihre Tätigkeit zum Wohle der Gemeinde sprachen Bürgermeister Andreas Beger und die versammelten Gemeinderäte den Kameraden Dank und Anerkennung aus.

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