Ab Montag krabbeln wieder die "Sonnenkäfer"

An Stelle der alten Kita in Niederbobritzsch ist ein farbenfroher Neubau entstanden. Derzeit laufen die letzten Arbeiten.

Bobritzsch-Hilbersdorf.

René Straßberger, Bürgermeister der Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf, hatte die Mitarbeiter seiner Verwaltung am Montagmorgen mal zu einem ganz anderen Wochenstart als sonst eingeladen. Eine Woche bevor der Umzug in den Neubau der Kindertagesstätte "Sonnenkäfer" im Ortsteil Niederbobritzsch stattfindet, konnten sich alle ein Bild von der Einrichtung, die sich in Trägerschaft der Kinderarche Sachsen befindet, machen. "Es sind noch letzte Arbeitsschritte zu machen", sagte Straßberger. "Aber bis Montag wird das geschafft sein."

Gleich wenn man eintritt, kommt man zu den Garderoben, es öffnet sich aber ebenso der große Multifunktionsraum. "Auf einen Windfang an der Tür haben wir zunächst verzichtet", erklärt André Felgner, Leiter der Bauverwaltung. Im Winter könne ein Nebeneingang benutzt werden, der durch den Kinderwagenraum führt. Der Multifunktionsraum ist noch ziemlich leer, doch soll sich das bald ändern. "Hier kann Sport etwa an einer Sprossenwand getrieben werden", sagt Einrichtungsleiterin Antje Huyer. "Auch bietet er die Möglichkeit, Elternabende abzuhalten."

Beeindruckend ist die Akustik, denn die extra in die Decke eingelassenen Löcher schlucken viel Lärm weg. "Die Wandgestaltung mit warmen Farben geht auf die Vorstellungen der Nutzer zurück", so Felgner, der betonte, dass grundsätzlich die Wünsche und Ideen der Erzieher und der Kinderarche nach Möglichkeit berücksichtigt und erfüllt wurden. Hinzu kommen noch eine moderne Hausalarmanlage sowie Rauchmelder in allen Räumen. Wärme gibt die Fußbodenheizung ab.

Von einem langen Gang gehen rechts die nun Themenräume genannten Aufenthaltsbereiche für die Kinder ab. Es gibt statt eines Speiseraumes ein Kinderrestaurant mit Küchenzeile, ein Atelier, in dem gebastelt und gemalt werden kann sowie einen Baubereich. Hier hat man eine Zwischendecke eingezogen, auf die man klettern kann. Die Treppe dazu fehlt zwar noch, kommt aber bald.

Ab Montag, den 18. Mai, werden wieder alle Kinder in der Einrichtung erwartet. Derzeit sind schon 28 in der Notbetreuung in der Krippe, die mit der Kita baulich verbunden ist. 56 kleine Bewohner sind es regulär, die von dem Neubau Besitz ergreifen werden. Sie waren in der Zeit der Bauphase in einem Ausweichquartier im Ortsteil Naundorf untergebracht. Die Kinder werden aufgrund der Virus-Einschränkungen in zwei Gruppen aufgeteilt und voneinander getrennt.

1,3 Millionen Euro sollte der Neubau laut Planungen kosten. "Er wird wohl etwas teurer werden", sagt René Straßberger. Um wie viel, könne man aber erst nach der Endabrechnung sagen. Die Zusammenarbeit mit den überwiegend regionalen Handwerkern, betont der Bürgermeister, sei hervorragend gewesen.

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