ADFC setzt sich für Radweg an der B 101 ein

Planungsprozess: Radclub hat Einwendung eingebracht

Mittelsaida.

Die Planungen zur Erneuerung der Ortsdurchfahrt Mittelsaida, die bis vor kurzem öffentlich auslagen und kommentiert werden konnten, sehen keinen Radweg an der B 101 im Ort vor. Das kritisiert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Sachsen und hat deshalb eine Einwendung in den Planungsprozess eingebracht.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) plant die Erneuerung der B 101 in Mittelsaida mit rund 1,68 Millionen Euro. ADFC-Geschäftsführer Konrad Krause (Foto) befürchtet, dass Radfahrende gefährdet werden und aus Angst auf den Fußweg ausweichen. Auf dem Gehweg werde das zu Konflikten mit Fußgängern führen und auch das Unfallrisiko an Grundstückseinfahrten erhöhen, meint er.

2015 ergab eine Straßenverkehrszählung, dass im Schnitt in 24 Stunden 4091 Fahrzeuge auf der B 101 durch Mittelsaida fahren. 12,2 Prozent davon ist Schwerlastverkehr. Bei der Zählung fünf Jahre zuvor waren es noch 3465 Fahrzeuge. Das heißt, die Verkehrsbelastung hat in fünf Jahren um 18 Prozent zugenommen. Für das Jahr 2030 wird in Mittelsaida mit 4000 bis 4500 Fahrzeugen innerhalb von 24 Stunden gerechnet. "Bei diesen Rahmenbedingungen halte ich es für unzumutbar, dass der Radverkehr gemeinsam mit dem motorisierten Verkehr auf der Straße fahren soll. In dem Planungsabschnitt befinden sich auch ein Imbiss sowie ein Bäcker. Möchten die Anwohner diese Orte mit dem Rad erreichen, sind sie gezwungen, auf der stark befahrenen Bundesstraße im Mischverkehr zu fahren", sagt Krause.

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