Ärmel hochkrempeln für die Sporthütten

Der Nassauer Heimatverein engagiert sich für den Ganzjahrestourismus in seiner Region. Nun ist ein Erholungskomplex dran.

Nassau.

Egal, ob im Winter bei Schnee und Skiwetter oder im Sommer, wenn Ruhe und grüne Wiesen ringsum zum Relaxen einladen - die Sporthütten "Am alten Forsthaus" am Ortsrand von Nassau sind als Unterkunft interessant. Von Familien, Sportgruppen, Vereinen und Bikern sind die sechs Holzhäuser gefragt. Für die maximal 24 Gäste, die in den Häuschen übernachten können, stehen auch eine Gemeinschaftsküche zur Selbstversorgung und ein Aufenthaltsraum zur Verfügung. Nach ersten Modernisierungen im Jahr 2019 stehen nun weitere Arbeiten in dem Komplex an.

Weil die Einrichtung von Küche und Aufenthaltsraum der 1991 gebauten Häuschen in die Jahre gekommen war, haben Mitglieder des Heimatvereins Nassau im vergangenen Jahr die Ärmel hochgekrempelt. "Wir haben vieles neu eingerichtet, neue Elektrogeräte angeschafft, Heizung erneuert und einiges mehr", fasst Frieder Göhler, Geschäftsführer des Heimatvereins Nassau, die Arbeiten zusammen. Die Modernisierungen hat der Verein über die von ihm beantragten und bewilligten Fördermittel finanziert, wie Frieder Göhler erklärt. Er spricht von insgesamt etwa 16.000 Euro. Unterstützung leiste auch die Stadt regelmäßig.

Und die Vereinsmitglieder haben die nächsten Ideen, um den Erholungskomplex attraktiv zu halten. "Nun muss in den Schlafräumen etwas getan werden", sagt der Geschäftsführer. Der Heimatverein hat sich um Gelder aus dem Förderprogramm "Gemeinsam Wirken in Zeiten von Corona" der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt beworben. Zum Zeitpunkt aber ist noch nicht klar, ob und wann sie kommen.

Auch der Frauensteiner Stadtrat hat am Montagabend in öffentlicher Sitzung seine Unterstützung für den Heimatverein - speziell für die weitere Entwicklung des Nassauer Ski- und Freizeitkomplexes - zugesagt. Kommt die Förderung, will die Stadt 8000 Euro beisteuern. "Der Beschluss ist unter Vorbehalt gefasst worden und abhängig vom Haushaltsbeschluss 2021", erklärt Frauensteins Bürgermeister Reiner Hentschel.

Ohne den Nassauer Heimatverein seien die Sporthütten nicht auf der Höhe der Zeit und für Gäste interessant, wie es der Bürgermeister beschreibt. "Sie gehören zwar der Stadt, werden aber vom Verein betrieben und in Schuss gehalten", sagt er. Der Heimatverein unterstütze mit seinem Engagement nicht nur das kulturelle Leben im Nassauer Stadtteil, sondern leiste wesentliches zum touristischen Angebot für Frauenstein. Nicht zuletzt trage das dazu bei, dass die Stadt - vorerst bis Ende 2021 - den Titel Anerkannter Erholungsort führen könne.

Für die Nassauer Sporthütten, die auch im Internet gebucht werden können, gibt es laut Frieder Göhler für 2021 bereits Vorbestellungen. Um die Vermarktung im Netz kümmerten sich in dem 24 Mitglieder zählenden Nassauer Verein vor allem die jüngeren Mitglieder.

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