Agraset will Käfer auch im Mais bekämpfen

Betrieb wendet sich an Ministerium - Nun steht fest, welches Insekt es ist

Seelitz/Wiederau.

Zur Bekämpfung der Käferplage in Wiederau und Gröblitz will die Agraset-Agrargenossenschaft Naundorf nun auch in anliegenden Maisfeldern gegen die Insekten vorgehen. Wie Vorsitzender Jan Gumpert mitteilte, habe sich die Genossenschaft ans Sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium gewandt. "Wir brauchen hier eine Ausnahmegenehmigung. Die Tiere sind im Mais", so Gumpert. Bereits eingesetzt wurde ein Insektenvernichtungsmittel auf Vermehrungsgrasflächen.

Seit Tagen plagen die Käfer Anwohner, die in Gröblitz und Wiederau nahe Maisfeldern wohnen, welche von Agraset bewirtschaftet werden. Auch am Stadtrand von Rochlitz sind die Käfer aufgetreten. Gesichtet wurden die Tiere zudem anfangs der Woche auf der Straße zwischen Lastau und Methau am Abzweig nach Rüx.

Bei den Insekten, die in Wiederau und Gröblitz gesammelt wurden, handelt es sich um den Getreidelaufkäfer, teilte das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mit. Das hat eine Bestimmung durch Insektenkundler ergeben. Auch anhand von Fotos gab es zunächst die Vermutung, es handele sich um den Erdbeersamenlaufkäfer. "Die Käfer fressen an den Ähren des Welschen Weidelgrases, das bei Wiederau zur Saatguterzeugung angebaut wird", so Landesamtssprecherin Karin Bernhardt. Agraset könne ohne Genehmigung ein Insektizid anwenden, das gegen beißende Insekten in Gräsern zur Saatguterzeugung zugelassen ist.

Laut Gumpert ist das am Dienstag in Wiederau auf Randbereichen erfolgt. In Wiederau hätten die Käfer auch für Schäden im Mais gesorgt, auch in Gröblitz seien sie im Mais gesehen worden. Deshalb will man hier tätig werden, "vorrangig nicht wegen der Schäden, sondern um die Plage für die Bevölkerung schnell zu beenden", so Gumpert. Im Mais dürfe das Insektizid laut Vorschrift aber nicht zum Einsatz kommen.

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