Alles fertig zum Einzug der Sonnenkäfer

Pünktlich zur Wiederöffnung der Kitas wurde der Neubau in Niederbobritzsch fertig. Start ist an diesem Montag mit einem strengen Hygienekonzept.

Bobritzsch-Hilbersdorf.

Es wuselte und krabbelte in den vergangenen Tagen im Neubau der integrativen Kindertagesstätte "Sonnenkäfer" der Kinderarche Sachsen in Niederbobritzsch. Aber es waren keine Kinder, die am Boden hockten oder in den Regalen und Schränken unterwegs waren, sondern die Erzieherinnen, unterstützt von den Hausmeistern und Mitarbeitern des Bauhofs der Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf. "Seit Freitag sind die Möbel alle da und seitdem räumen wir ein", erzählt Andrea Kenzel-Pfeifer, die stellvertretende Einrichtungsleiterin ist. Zwar gibt es viele neue Einrichtungsgegenstände, doch manches aus dem abgerissenen Altbau war für die Dauer der Bauarbeiten eingelagert und kehrt nun in neue Räume an alter Stelle zurück.

Vor allem Beschäftigungsmaterial muss am heutigen Eröffnungstag bereit sein. Dass noch die Treppe zur Zwischenebene fehlt, fällt hoffentlich dabei noch gar nicht auf. Auch sind noch kleinere Malerarbeiten zu vollenden. Aber im Großen und Ganzen ist alles bereit für den Neustart. Ob alle 71 Krippen- und Kita-Kinder gleich kommen werden, muss abgewartet werden. Dass aber alles so wie früher abläuft, ist aufgrund der Pandemie ausgeschlossen.

"Es gibt ein Rahmenkonzept zum eingeschränkten Regelbetrieb mit strengen Hygieneauflagen", erzählt Einrichtungsleiterin Antje Huyer. Das beinhaltet beispielsweise, dass die Öffnungszeiten eingeschränkt werden. Jeden Morgen um 6.30 Uhr wird jeweils eine Erzieherin pro Gruppenraum bereit stehen. Hinzu kommt eine Dame am Empfangstresen. Eltern dürfen, ebenso wie alle anderen Externen, die Kita nur mit Mundschutz betreten und müssen zudem täglich die Gesundheit ihrer Kinder bescheinigen. Auch dürfen sich maximal nur drei Eltern mit ihren Kindern im Garderobenbereich aufhalten. "Es ist zudem ein Einbahnstraßensystem eingerichtet", so Huyer. "Durch den Vordereingang hinein und durch den Hintereingang wieder hinaus."

Die drei Kindergruppen werden getrennt gehalten, was auch für den Aufenthalt im Garten gilt. Dort hat die Krippe sowieso ein eigenes Areal. Die beiden Kita-Gruppen gehen zu unterschiedlichen Zeiten draußen spielen. Absperrungen werden so vermieden. Es findet kein Wechsel der Erzieher zwischen den Gruppen statt und es wird auch gestaffelt im neuen Restaurantbereich gegessen. "Im Vordergrund steht jetzt, den Kindern all die vielen Hygieneregeln beizubringen", so Antje Huyer. Die Eröffnung des Neubaus hätte man gerne fröhlicher gestaltet, aber das wolle man 2021 nachholen.

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