Amt: Auto an der B 101 bleibt erst einmal stehen

Behörde sucht nach einer zeitnahen Lösung - Bürger zeigen sich verwundert

Großschirma.

Im Fall des Autos, das seit vier Wochen an der B 101 zwischen Freiberg und Großschirma steht, deutet sich keine schnelle Lösung an. Laut Franz Grossmann vom zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) kann der Pkw, der inzwischen Beulen und Löcher aufweist, nicht einfach abgeschleppt werden. "Uns sind da leider die Hände gebunden. Wir verfügen über keine polizeilichen Rechte", sagte der Lasuv-Vertreter am Donnerstag auf Anfrage. Gemeinsam mit Polizei und Straßenmeisterei suche das Landesamt aber nach einer zeitnahen Lösung.

Der Halter des Autos, der laut Kennzeichen aus der rumänischen Großstadt Brasov in Siebenbürgen kommt, werde angeschrieben und aufgefordert, das Fahrzeug zu entfernen. Die Polizei hatte bereits mitgeteilt, dass der Halter bisher nicht erreicht werden konnte. Auch ein etwaiger anderer Fahrzeugnutzer habe sich bislang nicht bei der Polizei gemeldet. "Die Beamten stehen im Kontakt mit den rumänischen Behörden, wobei auch dort das Fahrzeug nicht als gestohlen gemeldet ist", so eine Polizeisprecherin.

Seit Mitte Oktober steht der Ford an der B 101. Zwischenzeitlich versah die Polizei das Auto mit einem Absperrband. Trotzdem weist der Wagen Löcher und Beulen auf. Ein Großschirmaer berichtet sogar von möglichen Einschüssen. Diesen Verdacht bestätigt die Polizei jedoch nicht.

Im sozialen Netzwerk "Facebook" kritisieren Nutzer das Agieren der Behörden. "Man prüft vier Wochen lang, ob ein illegal abgestelltes Auto abgeschleppt werden kann. Das nenne ich mal effizient!", schreibt ein Mann. Ein anderer stellt fest: "Behördenversagen hoch zehn."

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