An die Pumpen, fertig - los

Nach der ersten Übung mit der Hochwasserschutztechnik zieht Muldas Gemeindewehrleiter Bilanz. Und die fällt fast ausschließlich positiv aus.

Mulda.

Die erste Probe für den Ernstfall eines Hochwassers haben die Muldaer Feuerwehrleute bestanden. In einer Übung testeten 30 Einsatzkräfte aus den Ortswehren Mulda, Zethau und Helbigsdorf zum ersten Mal den Einsatz der 28 neuen Pumpen und 20 Notstromaggregate. Laut Gemeindewehrleiter Gerd Saring ist die Übung "sehr gut verlaufen". Im Vorfeld seien die Führungskräfte der Feuerwehren und weitere Einsatzkräfte geschult worden.

Bei den innerörtlichen Hochwasserschutzarbeiten in Mulda sind 19Schächte für die Binnen-Entwässerung entstanden. Bei Hochwasser muss das Sickerwasser aus diesen Schächten in die Freiberger Mulde gepumpt werden. Die Technik dafür hat die Landestalsperrenverwaltung (LTV) zur Verfügung gestellt. Die Gemeinde Mulda kaufte zwei Spezialfahrzeuge mit Containern. Auf diesen transportieren Bauhofleute die in Rollcontainern gelagerten Pumpen und die Notstromaggregate zu den Einsatzorten.

Der Gemeindewehrleiter erarbeitete Ablaufpläne, wobei die Erfahrungen aus den vergangenen Hochwasserereignissen in Mulda eingeflossen sind. Darin ist auch festgelegt, an welchen Stellen im Falle eines Falles als erstes Vorkehrungen getroffen werden müssen. Als neuralgischer Punkt gilt beispielsweise das Ufer der Freiberger Mulde gegenüber dem historischen Sägewerk. Laut Saring sind die 28 neuen Pumpen im Feuerwehrdepot Mulda je nach Einsatzort und Dringlichkeit geordnet.

Pro Standort dauert der Aufbau der Pumpen jeweils etwa eine Viertelstunde. Dabei arbeiten die Feuerwehren Mulda, Zethau und Helbigsdorf in Vierer-Teams zusammen. Einem Team steht jeweils ein Feuerwehrauto zur Verfügung. "Dann muss jeder Handgriff sitzen. Und dafür, dass wir Neuland betreten haben, hat es bei der Übung super geklappt", resümiert der Gemeindewehrleiter. Nur Kleinigkeiten müssten korrigiert werden. Zugleich lobte er die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute und Bauhofmitarbeiter. Die Hochwasser-Übung wurde vom zuständigen Flussmeister und dem Projektverantwortlichen der Landestalsperrenverwaltung (LTV) beobachtet. Laut einer LTV-Sprecherin haben die Einsatzkräfte in Mulda nach deren Einschätzung "die Aufgaben gut erfüllt". Die Talsperrenverwaltung habe auch für andere Kommunen Mittelsachsens, beispielsweise Frankenberg, Pumptechnik angeschafft. Auch dort werden Übungen durchgeführt.

Die Ortsfeuerwehren Mulda, Helbigsdorf und Zethau umfassen insgesamt 75Kameraden. Laut Gemeindewehrleiter Gerd Saring rücken sie etwa 20 Mal im Jahr aus, meist zu technischen Hilfeleistungen. Der letzte große Einsatz war der Brand eines leerstehenden Wohnhauses im Juli in Zethau, den die drei Ortsfeuerwehren gemeinsam mit den Feuerwehren Großhartmannsdorf und Brand-Erbisdorf bekämpften.

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