Angekommen in der Harry-Potter-Welt

Abfahrt am Gleis Neundreiviertel: Etwa 200 Kinder und Erwachsene haben einen zauberhaften Abend im Pi-Haus erlebt.

Freiberg.

In Hogwarts hat sich das Pi-Haus an der Freiberger Beethovenstraße verwandelt - jene Schule der Magier aus den berühmten Harry-Potter-Büchern und -filmen. Gemeinsam mit dem Pi-Haus hatte dazu der Taschenbuchladen am Freitagabend an das ominöse Gleis Neundreiviertel gebeten, durch dessen Wand man erst einmal musste, um die Wunderwelt betreten zu können.

Rund 200 Kinder und Erwachsene waren in den unterschiedlichsten Verkleidungen gekommen und wurden von Dumbledore persönlich begrüßt, um dann in "Hagrids Höhle" Butterbier zu trinken, am Trimagischen Turnier teilzunehmen, im großen Saal von einem sprechenden Hut gesagt zu bekommen, in welches der vier Häuser man eingeteilt wird oder um sich in der Winkelgasse mit Zauberstäben und allerlei mehr auszustatten. Selbst durch die Lüfte sausen wie bei einem Quidditch-Turnier war möglich. Die Veranstaltung fand zum insgesamt vierten Mal statt.


Harry Potter

Der achtjährige Adrian aus Freiberg sieht tatsächlich schon ein wenig aus wie sein Vorbild Harry Potter. Auch wenn er für die Aufnahme an der Zauberschule Hogwarts noch ein paar Jahre zu jung ist. Stolz zeigt er seine Schuluniform mit dem Wappen des Hauses Gryffindor. Ob er allerdings tatsächlich vom sprechenden Hut dorthin geschickt wurde? Bei einem Quiz nämlich mussten sich die Kinder entsprechend qualifizieren. "Ich habe schon die Harry-Potter-Filme gesehen", sagt Adrian. "Die Bücher möchte ich später auf jeden Fall auch noch lesen." Zunächst erlebte er jedoch mit Schwester, Tante und Onkel Abenteuer im Pi-Haus.


Albus Dumbledore

Der neun Jahre alte Ben ist extra aus Chemnitz gekommen, um die Harry-Potter-Nacht zu erleben. Und er hat sich was getraut. Denn während viele andere Gäste entweder als Harry oder Hermine erschienen, gab er sich damit nicht zufrieden, sondern avancierte in seiner Verkleidung gleich zum Schulleiter von Hogwarts persönlich: Albus Dumbledore. Entsprechend würdevoll war Bens Auftreten auch. Er wahrte die Ernsthaftigkeit, denn immerhin war er ja eine Respektsperson. Die Bücher kennt er bislang nur teilweise. "Ich bin gerade mitten im zweiten Teil", gesteht er. Und am liebsten wäre er, wen wunderts, in Gryffindor gelandet.


Rubeus Hagrid

Ein wahrer Riese, ganz wie das Vorbild Rubeus Hagrid, der Wildhüter des Verbotenen Waldes von Hogwarts, ist auch Roy Schwehm, der zur Harry-Potter-Nacht einer von zahlreichen Helfern war. "Ich bin für den Butterbierausschank zuständig", erzählte Schwehm. "Dafür haben wir verschiedene Rezepte kombiniert." In sein Gebräu kamen alkoholfreies Malzbier, Butter, Ingwer, Nelken, Muskat, Vanille und Sahne. Tief im Keller des Pi-Hauses - Pardon! - von Hogwarts schöpfte er den Trank aus einem Kessel und bot ihn an. Die ersten Reaktionen waren ganz vielversprechend. Zur Serienreife muss aber wahrscheinlich nachjustiert werden.


Hermine Granger

Vertreter des Hauses Slytherin, nicht gerade der populärste Teil des Potter-Universums, konnte man zur Harry-Potter-Nacht mit der Lupe suchen. Auch Shirlyn Neubert (r.) und Anett Stende aus Tuttendorf neigten sehr dem Hause Gryffindor zu. Während Anett sich mit der Rolle des einfachen Schülers zufrieden gab, war Shirlyn als Hermine Granger unterwegs, jener Freundin Harrys, ohne die er wohl über Band zwei oder drei niemals hinausgekommen und schon längst ein Opfer Voldemorts geworden wäre. "Ich bin einfach als ein großer Fan hier", sagt Shyrlin. "Die Bücher habe ich zwar nicht gelesen, aber alle Filme gesehen."

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